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NÜRNBERG (awp international) - Der Kabel- und Bordnetz-Spezialist Leoni hat im zweiten Quartal von der weiter anziehenden Autonachfrage profitiert und in Folge schwarze Zahlen geschrieben. Der Gewinn stieg im Zeitraum von April bis Juni auf 16,5 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Im vergangenen Jahr verbuchte die im MDax gelistete Gesellschaft durchgängig rote Zahlen. Weil die Nachfrage nach Autos, Hausgeräten, aber auch im Schienenverkehr schneller anzieht als erwartet, hatten die Nürnberger Ende Juli ihre Prognose für das Gesamtjahr angehoben.
Für das zweite Quartal präzisierte Leoni die schon vorab mitgeteilten Zahlen. Demnach stiegen die Erlöse im Vergleich zum von der Krise geprägten schwachen Vorjahreszeitraum um gut 41 Prozent auf 748,1 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 34,6 Millionen Euro. Bis zum frühen Nachmittag gaben die Titel in einem schwächeren Umfeld um 4,11 Prozent auf 21,935 Euro nach und notierten damit am unteren Ende des Mdax. Laut den Experten von Cheuvreux verfehlte der Überschuss die Erwartungen.
Zur positiven Entwicklung haben dem Unternehmen zufolge beide Bereiche - das Geschäft mit Kabeln und Drähten sowie die Bordnetzsparte - beigetragen. Zudem griffen jetzt die Massnahmen aus dem in der Krise eingeleiteten Kostensenkungsprogramm vollständig. Dadurch fielen beispielsweise die Verwaltungs- und Vertriebskosten niedriger aus.
Die Nachfrage nach Kabelsätzen und Bordnetzsystemen stieg im zweiten Quartal über alle Fahrzeugklassen hinweg an. Leoni beliefert unter anderem die neue Generation des BMW 5ers, die Mercedes-Benz C-Klasse oder die General-Motors-Marke Buick in China. Überhaupt gehörte Asien neben Nordamerika zu den Wachstumstreibern. Dort laufen die Geschäfte der von Leoni belieferten europäischen Hersteller blendend. Aber auch die Nutzfahrzeughersteller fragten wieder mehr nach.
Im Bereich Draht und Kabel entfiel rund die Hälfte des Umsatzzuwachses auf den gestiegenen Kupferpreis. Wegen der hohen Nachfrage unter anderem der Auto- und Hausgerätehersteller würden die Standorte in China, Marokko und Mexiko erweitert. Leoni beschäftigte per Ende Juni konzernweit 50.365 Mitarbeiter, 543 Personen mehr als zum Jahresende 2009. Der Personalaufbau geschah vor allem mit Zeitarbeitskräften im Ausland.
2010 wollen die Nürnberger die Erlöse um 20 bis 25 Prozent auf 2,6 Milliarden bis 2,7 Milliarden Euro steigern sowie ein EBIT von rund 100 Millionen Euro erzielen. Für das Ergebnis nach Steuern stellte Finanzvorstand Dieter Belle rund 45 Millionen Euro in Aussicht. Im ersten Halbjahr erzielte der Konzern einen Überschuss von 26,7 Millionen Euro.
Der Umsatz von gut 1,4 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2010 könne für das Gesamtjahr nicht einfach verdoppelt werden, erläuterte Leoni-Chef Klaus Probst. Wegen der Sommerferien falle das zweite Halbjahr traditionell immer etwas schwächer aus. Derzeit gebe es aber keinerlei Anzeichen, dass sich die zuletzt gesehene Nachfrage eintrübe.
Auch für das nächste Jahr hält Probst an der bisherigen Umsatzprognose fest. Die Erlöse sollen 2011 noch einmal um zehn Prozent zulegen. "Damit können wir in die Nähe der 2,9 Milliarden Euro von 2008 oder sogar darüber kommen", sagte Probst. Da der Einbruch der weltweiten Automärkte schon im September 2008 begann, sieht der Vorstandschef darin keine Rückkehr zum Vorkrisenniveau. "Wir sind damit noch weit weg von dem, was wir einmal für das Jahr angedacht hatten", ergänzte Finanzvorstand Belle. Ursprünglich seien einmal 3,6 Milliarden Euro Umsatz für 2010 ins Auge gefasst worden. 2009 war der Umsatz um rund ein Viertel auf 2,2 Milliarden Euro abgesackt. Leoni schrieb unter dem Strich einen Verlust von 138 Millionen Euro./dct/mne/fn

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