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LI/Schweizer Jurist wird höchster Finanzmarktaufseher

Dieser Inhalt wurde am 17. Dezember 2009 - 20:00 publiziert

Vaduz FL (awp/sda) - Der neue Aufsichtsratsvorsitzende der liechtensteinischen Finanzmarktaufsicht (FMA) heisst ab Anfang 2010 Michael Lauber. Der 44-jährige Schweizer ist im Fürstentum kein Unbekannter und blickt auf eine langjährige Erfahrung auf dem Finanzplatz zurück.
Von 2001 bis 2004 baute er die staatliche Meldestelle für Geldwäscherei (Financial Intelligence Unit, FIU) auf und leitete sie. Anschliessend übernahm der Jurist die Geschäftsführung des Liechtensteinischen Bankenverbandes (LBV). Am Donnerstag wählte das Landesparlament Lauber zum obersten Finanzmarktaufseher des Fürstentums. Er ersetzt René H. Melliger, der in Pension geht.
Vor seinen Engagements in Liechtenstein leitete Lauber von 1993 bis 1995 die Spezialfahndung 1 der Berner Kriminalpolizei. Anschliessend war er fünf Jahre lang Chef der Zentralstelle für Organisierte Kriminalität beim Bundesamt für Polizei.
Auch in seinem neuen Tätigkeitsfeld wird Lauber eine Überwachungsfunktion ausüben. Die öffentlich-rechtliche FMA ist zuständig für die Stabilität des Finanzmarktes Liechtenstein, den Schutz der Kunden, die Vermeidung von Missbräuchen sowie die Einhaltung anerkannter internationaler Standards. Sie beaufsichtigt Finanzintermediäre und erteilt Banklizenzen.
Explodierende Kosten kritisiert
Vergangenen Mai geriet die Finanzmarktaufsicht im Landesparlament unter starken Beschuss. Beanstandet wurde vor allem eine gewisse Verselbstständigung der FMA ohne Rücksicht auf enorm ansteigende Kosten.
Gestartet war die FMA im Jahr 2005 mit 26 Beschäftigten und einem Budget von 6 Mio. Franken. Ende letzten Jahres beschäftigte sie 58 Personen, und der Aufwand belief sich auf 16 Mio. Franken.
Den Geschäftsbericht 2008 genehmigte das Parlament nur ganz knapp. Regierungschef Klaus Tschütscher kündigte an, die Kontrolle über die Überwachungsinstitution neu zu regeln.
ps

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