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Benghasi (awp/sda) - Der Militärchef der libyschen Rebellen, Abdel Fattah Junes, hat der Nato vorgeworfen, die Menschen im umkämpften Misrata im Stich zu lassen. Misrata ist die einzige Stadt im Westen des Landes, die in der Hand der Aufständischen ist.
Den Belagerungsring der Truppen Machthaber Muammar al-Gaddafi um die Stadt hätte die Nato nach seiner Einschätzung bereits vor Tagen mit Luftangriffen aufbrechen können. Aber sie bombardiere nur "dann und wann, hier und da, und lässt jeden Tag die Menschen in Misrata sterben", sagte Junes am Dienstag in Benghasi im Osten Libyens.
Der frühere Innenminister Junes kritisierte, das Militärbündnis reagiere nur sehr langsam, in der Kommando-Kette gehe es zu schleppend voran. Das mache den Vormarsch der Gaddafi-Truppen möglich. "Die Nato hat uns enttäuscht." Die Rebellen erwögen nun, das Thema vor den UNO-Sicherheitsrat zu bringen.
Seit Wochen liefern sich Rebellen und Gaddafi-treue Truppen erbitterte Kämpfe um die Stadt, die rund 200 Kilometer von der Hauptstadt Tripolis entfernt ist. Ein Aufständischer in Misrata sagte Reuters, die Stadt sei erneut mit Panzern und Artillerie angegriffen worden. "Leider war der Nato-Einsatz in Misrata nicht wirksam. Zivilisten sterben jeden Tag."
Junis rief die Nato auf, bei der Flugverbotszone eine Ausnahme für die Rebellen zu machen, damit diese Truppen Gaddafis mit eigenen Flugzeugen angreifen können. Die von den Vereinten Nationen beschlossene Flugverbotszone über Libyen war in erster Linie dazu gedacht, die Angriffe von Gaddafis Luftwaffe gegen Zivilisten und Aufständische zu stoppen.
Die Nato erklärte zu der Kritik, sie setze das UNO-Mandat um. In den vergangenen sechs Tagen seien 851 Lufteinsätze geflogen worden, sagte er. "Die Fakten sprechen für sich."
Das Bündnis hatte vor knapp einer Woche das Kommando über den Militäreinsatz übernommen, mit dem die von den Vereinten Nationen verhängte Flugverbotszone über Libyen durchgesetzt werden soll. Bei 334 Flügen kam es zum Beschuss.
Die Nato-Kräfte unterliessen Angriffe, wenn Zivilisten erkennbar als menschliche Schutzschilde eingesetzt würden, erklärte Nato-General Mark van Uhm in Brüssel.

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