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Schaffhausen (awp) - LifeWatch hat im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz- und Reingewinnsprung erzielt. Auch 2010 will die israelische Medizinaltechnikerin weiter wachsen und sieht dabei Potenzial im neu erschlossenen Markt für obstruktive Schlafapnoe. Trotz der Zuversicht für weiteres Wachstum nennt das Management wegen des gegenwärtig unsicheren Tarifumfelds noch keine Guidance für 2010 - was auch mit dem angekündigten Wechsel an der Unternehmensspitze zusammenhängt. Am Markt zeigen sich die Anleger enttäuscht und trennen sich von der Aktie.
Im Geschäftsjahr 2009 stieg der konsolidierte Umsatz um 46% auf 123,1 Mio USD. Davon entfielen 87,5 Mio auf ACT-Dienstleistungen. Der Betriebsgewinn (EBIT) wurde mit 26,6 (11,0) Mio USD mehr als verdoppelt und der Reingewinn mit 29,2 (4,7) Mio USD mehr als versechsfacht, wie Lifewatch am Mittwoch mitteilte. Im vierten Quartal erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 27,0 (24,8) Mio und einen Reingewinn von 5,9 (2,8) Mio USD.
RÜCKSTELLUNGEN UND MANAGEMENTWECHSEL
Im Berichtsjahr sind infolge von Veränderungen in der Tariflandschaft und potenzieller, daraus entstehender Verbindlichkeiten Rückstellungen von 5,1 Mio USD gebildet worden, erklärte das Management am Mittwoch vor den Medien. Gewisse Versicherungsgesellschaften würden das bisherige Niveau der Rückerstattungstarife in Frage stellen und könnten in einer begrenzten Anzahl von Fällen Rückzahlungsansprüche geltend machen. "Um das Risiko negativer Überraschungen in der Zukunft zu vermeiden, haben wir beträchtliche Rückstellungen gebildet, um solchen Eventualitäten angemessen zu begegnen", sagte der derzeitige CEO und VR-Präsident Yacov Geva.
Mit den Zahlen gab LifeWatch Veränderungen im Management bekannt. So zieht sich Yacov Geva auf das Amt des Präsidenten des Verwaltungsrates zurück. Neuer CEO wird per 01. April 2010 Brent Cohen, derzeitiger COO.
ZUVERSICHT UND DENNOCH KEINE GUIDANCE
Unter der Führung des neuen CEO will LifeWatch auch 2010 die Bearbeitung des amerikanischen und des weltweiten Marktes fortsetzen, sagte das Management. Dabei soll das Umsatzwachstum mit der im Januar 2010 im US-amerikanischen Markt eingeführten Schlafanalyse zuhause gestärkt werden. Mit dieser Dienstleistung werden Patienten mit Verdacht auf obstruktive Schlafapnoe, also auf Atemstillstände während des Schlafens, behandelt. "Mit der Schlafanalyse zuhause werden wir 2010 zusätzlichen Umsatz generieren", sagte Geva.
Dabei ortet das Management "immenses Potenzial", verwies für eine quantitative Guidance aber auf die Präsentation der Erstquartalszahlen im Mai. "Wir können aber sagen, dass wir diesbezüglich eine gute Akzeptanz unserer Dienstleistungen sehen."
"Durch die eingeführten Schlafanalysen zuhause, aber auch durch die Ausweitung der drahtlosen ACT-Serviceleistungen in zusätzliche Nischenmärkte, werden wir in Zukunft weiter wachsen", fasste Geva zusammen. "Wir erwarten weiterhin starkes Umsatzwachstum."
Trotz dieser Zuversicht nennt das Management noch keine Guidance für das laufende Geschäftsjahr. Aufgrund des gegenwärtig unsicheren Tarifumfelds sei entschieden worden, die Guidance für 2010 erst bei der Präsentation der Erstquartalszahlen, also im Mai, zu nennen. Dies auch, damit der eben ernannte CEO die Guidance mitformulieren könne. Im Mai will das Management auch über organische und akquisitorische Pläne orientieren.
Bis dahin gibt sich das LifeWatch aber überzeugt, dass der Umsatz mit Überwachungsdienstleistungen 2010 dasselbe Niveau wie 2009 erreichen werde und die EBIT-Margen zweistellig ausfallen werden.
AKTIE UNTER DRUCK
Von Analysten-Seite werden die Zahlen als durchzogen und das neue Geschäftsjahr als mit Unsicherheitsfaktoren behaftet gewertet. Auch die Anleger zeigen sich enttäuscht: bis um 13.35 verlieren die Titel in einem gut behaupteten Gesamtmarkt 6,4%.
ch/ra

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