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HAMBURG/VADUZ/ROSTOCK (awp international) ­ Der Millionen-Erpresser Michael F. muss seine derzeit noch versteckte Beute in voller Höhe an die Liechtensteinische Landesbank (LLB) zurückzahlen. Etwas mehr als ein Jahr nach dem Ende des Strafprozesses vor dem Rostocker Landgericht verurteilte das Landgericht Hamburg ihn nun in einem Zivilverfahren, Schadensersatz an das Kreditinstitut zu leisten. "Er muss der Klägerin die gesamten neun Millionen Euro nebst Zinsen erstatten", sagte ein Hamburger Justizsprecher am Freitag.
Der Mann war zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden, weil er die Bank mit 2.300 Kontobelegen mutmasslicher deutscher Steuersünder erpresst hatte. Die Rostocker Richter hatten den mehrfach Vorbestraften schon Ende Januar 2009 hinter Gitter geschickt. Über ein Revisionsgesuch von F. will der Bundesgerichtshof in Kürze entscheiden. Die Hamburger Richter begründeten ihre bereits Anfang der Woche gefallene Entscheidung (Az.: 326O81/09) damit, dass F. die LLB "vorsätzlich und sittenwidrig geschädigt" habe.
F. hatte zusammen mit zwei Komplizen insgesamt 13 Millionen Euro von der LLB verlangt. Auch Bankkunden wurden mit den Kontoauszügen erpresst. Die Täter hatten versucht, den Ermittlern die Daten gegen Geld zuzuspielen; ihr Ankauf war allerdings abgelehnt worden. Die Belege waren die Grundlage für bundesweit 970 Verfahren wegen Steuerhinterziehung.
"F. ist verpflichtet, ihr den aus der Erpressung erwachsenen Schaden komplett zu ersetzen", hiess es in der Entscheidung des Hamburger Gerichts. Unklar blieb jedoch, wie dies geschehen soll. Nach Angaben der Rostocker Staatsanwaltschaft ist der Löwenanteil der neun Millionen Euro, die die LLB an F. gezahlt hatte, weiterhin verschollen./jap/DP/stw

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