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(Meldung umgeschrieben und um weitere Details ergänzt)
Zürich (awp) - Die Liechtensteinische Landesbank (LLB) hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres über einen Drittel weniger verdient als in der Vergleichsperiode. Belastend hätten sich vor allem das tiefe Zinsniveau, die instabilen Finanzmärkte sowie das Finanzergebnis ausgewirkt, begründet das Institut am Donnerstag den Gewinnrückgang. Die Erwartungen an das Gesamtjahr wurden daher heruntergeschraubt. Hingegen hat die LLB beim Nettoneugeld die Trendwende geschafft.
Nachdem im Vorjahr noch Gelder im Umfang von 0,3 Mrd CHF abgeflossen sind, verbuchte die Bank im ersten Semester einen Neugeldzufluss über 1,5 Mrd CHF. Dabei hätten alle Geschäftsbereiche der Gruppe solide Zuflüsse verzeichnet, so die LLB. Zurückgebunden wurde die Vermögensbasis aber durch negative Währungs- und Börsenkurseffekte. So summierten sich die verwalteten Kundenvermögen per Stichtag auf 49,6 Mrd CHF nach 49,5 Mrd CHF per Ende 2009.
Auf der Ertragsseite habe sich neben dem Margendruck insbesondere das historisch tiefe Zinsumfeld belastend ausgewirkt, schreibt die LLB in ihrer Mitteilung. Vor diesem Hintergrund sank der Erfolg aus dem Zinsengeschäft im Vergleich zum Vorjahr um 19,6% auf 85,4 Mio CHF.
Ebenfalls rückläufig entwickelte sich das Handelsgeschäft mit -45,7% auf 9,6 Mio CHF. So habe sich der Kundenhandel aufgrund der geringeren Erträge aus Valuten- und Edelmetall-Geschäften reduziert und wegen des gesunkenen Zinsniveaus hätten sich auch die Wertveränderungen von Zinssatz-Swaps negativ ausgewirkt, kommentiert das Liechtensteinische Institut das Ergebnis. Zusätzlich belastete das Finanzergebnis mit 4,1 Mio CHF die Rechnung.
Demgegenüber stieg der Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft angesichts der höheren Vermögensbasis um 4,8% auf 114,9 Mio CHF. Damit sank der Geschäftsertrag im Vorjahresvergleich um 16,8% auf 211,9 Mio CHF.
Leicht rückläufig präsentierten sich die Kosten mit 144,6 Mio CHF (-3,3%). Dabei schlug der Personalaufwand mit 88,3 Mio CHF (+0,5%) und der Sachaufwand mit 40,0 Mio CHF (+1,2%) zu Buche. Die ebenfalls im Geschäftsaufwand enthaltenen Aufwendungen für Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste reduzierten sich um 80% auf 1,7 Mio CHF und die Abschreibungen und Amortisationen auf dem Anlagevermögen stiegen um 7,1% auf 14,6 Mio CHF.
Die Cost/Income-Ratio stieg somit auf 68,3% nach 58,7% in der Vergleichsperiode. Die Tier 1 Ratio weist die Bank per Jahresmitte praktisch unverändert mit 13,6% aus.
Nach Abzug der Steuern resultierte ein Konzernergebnis von 60,5 Mio CHF, was einem Rückgang von 36,5% entspricht. Der den Aktionären zurechenbare Reingewinn sank um 37,8% auf 57,7 Mio CHF.
Damit hat die Bankengruppe die Markterwartungen bezüglich Konzerngewinn deutlich verfehlt. Hingegen entwickelte sich der Neugeldzufluss besser als von den Analysten erwartet.
Mit dem Zahlenset zeigt sich das Management nicht ganz zufrieden. Trotz "starkem" Neugeldzufluss könne die Bank mit dem Resultat des ersten Semesters nicht ganz zufrieden sein, wird Josef Fehr, Vorsitzender der LLB-Geschäftsleitung in der Mitteilung zitiert. Und weiter: "So war das Zinsergebnis durch den Margendruck und durch ein historisch tiefes Zinsniveau, das kaum Raum für attraktive Anlagen im Interbanken-Markt zulässt, belastet. Der Kommissionserfolg erholte sich zwar leicht, doch widerspiegelt diese Entwicklung weiterhin die vorsichtige Haltung der Kunden in den Anlagemärkten."
Mit Blick auf das zweite Halbjahr erwartet die Bank zwar eine Verbesserung, aber insgesamt dürfte das Jahresergebnis gemäss LLB unter dem Vorjahr ausfallen. So rechnet die Bank damit, dass auch im zweiten Semester das historisch tiefe Zinsniveau weiterhin die Rechnung belastet. Bisher sprach die Bank von einem Jahresergebnis auf Vorjahresniveau.
pf/ra

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