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Basel (awp) - Der Life-Science-Konzern Lonza sieht sich dank einer verbesserten Auftragslage und einer besseren Auslastung seiner Kapazitäten wieder im Aufwärtstrend. Zwar resultierte im ersten Halbjahr noch ein leichter Umsatzrückgang, der Betriebsgewinn und der Reingewinn konnten deutlich zulegen. Auch in der zweiten Jahreshälfte und im nächsten Jahr soll ein verstärktes Wachstum resultieren.
Der Gruppen-Umsatz im ersten Halbjahr sank vor allem wegen dem weiterhin rückläufigen Bereich Customer Manufacturing um 2,1% auf 1'301 Mio CHF, wie Lonza am Donnerstag mitteilte. Allerdings lagen die Umsätze im zweiten Quartal um rund 25% höher als im ersten Quartal. Der EBIT stieg im Halbjahr um 6,1% auf 173 Mio CHF und die EBIT-Marge auf 13,3 (12,3)%. Der Reingewinn betrug 135 Mio CHF - 14,4% mehr als im Vorjahr.
Bei der Umsetzung des Kostensenkungsprogramms über 70 bis 80 Mio CHF sei die Hälfte bereits umgesetzt, sagte Konzernchef Stefan Borgas am Donnerstag vor den Medien: Entsprechend seien auch Effekte davon auch im Resultat sichtbar. Die Umsetzung des gesamten Programms soll bis März 2011 abgeschlossen sein.
LIFE SCIENCE SIGNIFIKANT ERHOLT
Eine "signifikante Erholung" mit einer klaren Umsatzzunahme zeigte im ersten Halbjahr vor allem der Bereich Life Science Ingredients. Die Verkäufe legten in nahezu allen Endmärkten, ausser bei den Agrochemikalien, zu. Dank einer Erholung in den Volumen hätten auch die Kapazitäten besser ausgelastet und damit auch die Margen deutlich gesteigert werden können.
Allerdings bleibe die Volatilität in dem Bereich hoch, warnte Borgas. Höhere Rohmaterialkosten, ungünstige Wechselkurse und zunehmende Konkurrenz machten Lonza das Leben schwerer. Die Weitergabe der gestiegenen Kosten an die Kunden werde nur mit einer bestimmten zeitlichen Verzögerung möglich sein.
CUSTOM MANUFACTURING MIT SCHLECHTEM JAHRESSTART
Eine gegenläufige Entwicklung zeigte der Bereich Custom Manufacturing, dessen Umsatz im ersten Halbjahr abnahm. Die Umsätze der ersten zwei Monate seien in dem Bereich so tief gewesen, dass das Geschäft eigentlich erst im März begonnen habe, so Borgas. Dagegen gab sich der Lonza-CEO den weiteren Verlauf des Jahres bei Custom Manufacturing zuversichtlich: Vor allem die Visibilität des Geschäftes habe sich aufgrund fester Aufträge und neuer Verträge verbessert.
Im kleinsten Bereich, dem Biological Manufacturing, sanken Umsatz und Betriebsgewinn wegen verzögerten Zulassungen bei den Therapeutic Cell Solutions und der Wechselkursentwicklung. Für das zweite Halbjahr hofft Lonza auf die Lancierung neuer Produkte.
NEUE GESCHÄFTSMÖGLICHKEITEN
Lonza geht nun davon aus, mit einer gewachsenen Produktpipeline, neu abgeschlossenen Verträgen, einem intakten Outsourcing-Trend und Investitionen in Anlagen und Technologien die Life-Science-Strategie weiterhin langfristiges Wachstum zu generieren. Wachstumsmöglichkeiten sieht Borgas etwa im Bereich Galenik: "Wir überlegen uns hier auch, kleinere Akquisitionen zu tätigen." Auch in den Entwicklungsländern plant Lonza künftig mehr zu expandieren: Nach Indien schielt der Basler Konzern auf weitere Märkte mit Wachstumspotenzial wie Südamerika, Südafrika oder Russland.
Bezüglich Prognosen fürs Gesamtjahr gab sich Borgas zurückhaltend: Man habe aus den Erfahrungen der letzten zwölf Monate gelernt. Beim Betriebsgewinn will Lonza aber in der zweiten Jahreshälfte nochmals zulegen: Hier stellte Borgas für das Gesamtjahr einen EBIT in etwa auf dem Niveau von 2009, also von 380 Mio CHF, in Aussicht.
LONZA-AKTIE IM PLUS
An der Börse wurden die Resultate nach anfänglicher Zurückhaltung positiv aufgenommen: Die Basler hätten vor allem punkto Profitabilität überzeugt, hiess es im Handel. Die bekräftigte Guidance für das Gesamtjahr stütze das Sentiment zudem, hiess es. Die Aktie lag gegen 13.50 Uhr mit 72,05 CHF um 0,8% im Plus.
tp/ra

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