Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

FRANKFURT (awp international) - Über einen steinigen Umweg bei der Bahn ist Christoph Franz an die Spitze der Deutschen Lufthansa AG gelangt. 1990 hatte der in Darmstadt promovierte Wirtschaftsingenieur seine Karriere beim Luftfahrtkonzern begonnen und sich schnell im Sanierungsteam unter seinem Vorgänger Wolfgang Mayrhuber profiliert. Dem damaligen Lufthansa-Chef und heutigen Aufsichtsratsvorsitzenden Jürgen Weber war Franz ebenfalls aufgefallen.
Trotz glänzender Karriereaussichten verliess Franz 1994 den Kranich für ein Himmelfahrtskommando bei der damals noch jungen Deutschen Bahn AG. Für das gescheiterte neue Preissystem nach Lufthansa-Vorbild musste er als Vorstand für den Personenverkehr den Hut nehmen und ging zur taumelnden Luftfahrtgesellschaft Swiss. Die Sanierung der Alpen-Airline, die 2005 von der Lufthansa übernommen wurde, war das Signal, das Franz auch bei der Konzernmutter für höhere Aufgaben geeignet sein könnte.
Seit Juni 2009 ist der oftmals als kühl und rational beschriebene Franz als stellvertretender Vorstandschef im engsten Führungszirkel von Europas grösster Luftverkehrsgesellschaft. Gleichzeitig verantwortet er den grössten und längst nicht mehr profitabelsten Geschäftsbereich Passage.
Schon wenige Wochen nach seinem Amtsantritt propagierte er das anspruchsvolle Sparprogramm "Climb 2011", das ihm viel Ärger mit den Tarifparteien und stolzen Lufthanseaten einbrachte. Als es nach überstandener Krise wieder aufwärts ging, hielt er dennoch an den Einsparungen von einer Milliarde Euro fest, die bis zum kommenden Jahr voll umgesetzt sein sollen. In der Tarifauseinandersetzung mit den Piloten zeigten seine Leute Härte und liessen es unter anderem auf einen Prozess beim Arbeitsgericht ankommen.
Der 50-Jährige gilt selbst als sparsam, so soll er als Bahnvorstand häufig die S-Bahn genommen haben, um zu Terminen zu gelangen. Vor ihm und seinem Unternehmen liegt eine Wegstrecke mit Turbulenzen und harter Konkurrenz zum Beispiel durch die Billigfluglinien und die staatlich subventionierten Carrier aus der Golfregion. Privat ist Franz mit einer Französin verheiratet und hat fünf Kinder./ceb/DP/edh

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???