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FRANKFURT (awp international) - Die Lufthansa will nach einem erneuten Halbjahresverlust weiterhin an der Kostenschraube drehen. "Insbesondere aufgrund des eingetretenen Preisverfalls und der veränderten Nachfrage auf der Kurzstrecke werden wir die Kostensenkungsmassnahmen weiterhin entschlossen vorantreiben", sagte Finanzvorstand Stephan Gemkow bei der Vorlage des Zwischenberichts am Donnerstag. Die Aktie des Dax-Konzerns reagierte mit einem Kurssturz auf die roten Zahlen. Zu Handelsbeginn stürzte die Aktie um über 4 Prozent ins Minus ans Dax-Ende. Marktteilnehmer erklärten den Kursverlust mit Gewinnmitnahmen.
Nach sechs Monaten steckt Deutschlands grösste Fluggesellschaft noch immer mit 104 Millionen Euro in den roten Zahlen. Der operative Verlust belief sich auf 171 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern bereits Mittwochabend mitgeteilt hatte. Der Umsatz kletterte dank der Übernahme der Fluglinien British Midland (BMI) und Austrian Airlines (AUA) um fast ein Viertel auf 12,6 Milliarden Euro.
VERLUST NICHT AUSGEGLICHEN
Im zweiten Quartal flog die Lufthansa trotz der Flugausfälle infolge der Aschewolke aus Island wieder Gewinne ein. Unter dem Strich verdiente sie 194 Millionen Euro, konnte den Verlust aus dem ersten Jahresviertel damit jedoch nicht ausgleichen. Zu Jahresbeginn hatten der harte Winter und ein Streik der Piloten das Ergebnis belastet. Zudem hatte das Unternehmen mit steigenden Kerosinpreisen zu kämpfen. Im ersten Halbjahr klettern die Treibstoffkosten um mehr als die Hälfte auf 2,4 Milliarden Euro.
Den Grossteil ihres operativen Gewinns im zweiten Quartal verdankt Deutschlands grösste Fluggesellschaft ihren Töchtern Lufthansa Cargo und Lufthansa Technik. Die mit Abstand grösste Sparte, das Passagiergeschäft, steuerte nur ein Fünftel dazu bei.
CARGO MIT REKORDGEWINN
Die Frachttochter Lufthansa Cargo erzielte das beste Halbjahresergebnis ihrer Geschichte. Die Gesellschaft, die am Dienstag eine Bruchlandung in Saudi-Arabien zu verkraften hatte, war 2009 besonders schwer von der Wirtschaftskrise getroffen worden und tief in die Verlustzone gestürzt. Im ersten Halbjahr verdiente sie nun operativ 144 Millionen Euro, davon 109 Millionen im zweiten Quartal. Das Kostenmanagement habe sich ausgezahlt, sagte Finanzchef Gemkow.
Solche Erfolge stehen im Passagiergeschäft noch aus. Zwar erholten sich die Buchungen für die lukrative First und Business Class sowie die Erlöse auf der Langstrecke zusehends, sagte Gemkow. Dennoch steckt das Passagiergeschäft der Lufthansa nach sechs Monaten noch mit 342 Millionen Euro (operatives Ergebnis) in den roten Zahlen. Einzig die Schweizer Tochter Swiss konnte einen operativen Gewinn von 54 Millionen Euro besteuern. BMI, AUA, der Billigflieger Germanwings und die Fluglinien unter der Marke Lufthansa mussten schmerzliche Verluste hinnehmen.
SPARPROGRAMME LAUFEN
Die Lufthansa hat für das eigene Passagiergeschäft wie für ihre Töchter bereits umfangreiche Sparprogramme eingeleitet. So sollen die angeschlagenen Gesellschaften AUA und BMI umstrukturiert und in die Gewinnzone geführt werden. In der Lufthansa-Passage will der Vorstand die jährlichen Kosten bis Ende 2011 um eine Milliarde Euro senken.
Für das Gesamtjahr zeigte sich der Vorstand zuversichtlich, den Umsatz und den operativen Gewinn wie geplant zu steigern. Dazu sollen alle Geschäftsfelder mit einem positiven Ergebnis beitragen./stw/stk

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