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Luzern (awp) - Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) weist für das Geschäftsjahr 2010 dank gesunkener Reservenzuweisung einen deutlich höheren Konzerngewinn aus. Der Bruttogewinn legte leicht zu. Dank der starken Nachfrage nach Immobilien erhöhten sich die Ausleihungen mit einem Plus von 7,4% deutlich. Die Integration der ehemaligen Adler Privatbank in die LUKB führte zu einem deutlichen Nettoabfluss von Kundengeldern.
Der Konzerngewinn steigt um 6,2% auf 149,4 Mio CHF, wie die LUKB am Dienstag mitteilte. Die klare Gewinnsteigerung ist allerdings auf die tieferen Zuweisungen an die Reserven für allgemeine Bankrisiken zurückzuführen. Diese lagen mit 20 Mio CHF um 5 Mio CHF unter dem Vorjahr. Der Bruttogewinn erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 0,1% auf 232,5 Mio CHF.
Der Bruttoerfolg lag mit 449,8 Mio CHF um 0,8% tiefer als im Vorjahr. Während der Erfolg im Kommissionsgeschäft und im Handel zurückgingen, konnte die Bank allerdings den Zinserfolg um 1,5% erhöhen. Dazu trugen neben dem starken Kreditwachstum auch die sich stabilisierenden Margen bei Neukrediten sowie die Absicherungspolitik bei, wie Finanzchef Marcel Hurschler am Dienstag vor den Medien in Zürich sagte.
Dank ihrer Absicherungspolitik sei die LUKB in den kommenden beiden Jahren nicht von Libor-Schwankungen abhängig und generiere zudem noch einen Ertrag auf den Zinsswap-Geschäften, erläuterte der Finanzchef. Das "Worst case-Szenario" für den CFO wäre allerdings, wenn die Zinsen in zwei Jahren noch immer tief seien: Dann würden neue Absicherungskosten anfallen.
Den Geschäftsaufwand konnte die Bank um 1,8% verringern. Beim Sachaufwand (-2,2%) hätten sich vor allem die tiefen IT-Kosten ausgewirkt, so die LUKB. Zudem verringerte sich der Personalbestand um 26,5 auf noch 974,1 Pensen, was zu einem Rückgang des Personalaufwands von 1,9% führte.
Von der stark steigenden Nachfrage nach Immobilien im Wirtschaftsraum Luzern habe die LUKB "überdurchschnittlich profitiert", sagte Kobler. Die Kundenausleihungen stiegen insgesamt um 7,4% auf 20,68 Mrd CHF. Die Risikosituation bei den Hypothekarkrediten bezeichneten die Verantwortlichen als weiterhin gut. Entsprechend gingen auch die Wertberichtigungen erneut zurück.
Bei den Kundenvermögen musste die LUKB dagegen Netto-Geldabflüsse von 652 Mio CHF oder 3,1% auf ein Niveau von 25,24 Mrd CHF hinnehmen. Wegen der im letzten Herbst durchgeführten Integration der Adler Privatbank in die LUKB kam es zu Abflüssen bei den Adler-Kundenvermögen von 1,48 Mrd CHF. Anfang 2011 fliessen wegen der Adler-Integration noch weitere 323 Mio CHF ab. Das Stammhaus konnte dagegen einen Zufluss von Kundengeldern in Höhe von 827 Mio CHF verzeichnen.
Dem Vermögensabfluss in der Folge der Integration der Adler-Privatbank stünden allerdings auch Einsparungen gegenüber, betonte Hurschler: Dies vor allem aus dem Wegfall von gegen 20 Pensen sowie der Integration in die Informatik der LUKB: "Alleine durch diese Effekte dürften sich die Kosteneinsparungen bereits auf 4 bis 5 Mio CHF belaufen", sagte der Finanzchef. Die LUKB gab zudem bekannt, den Private Banking-Standort in Basel zu schliessen.
Die Aktionäre profitieren vom Jahresgewinn mit einer Ausschüttung auf Vorjahreshöhe von 11 CHF pro Aktie in Form einer Nennwertreduktion. Für das laufende Geschäftsjahr 2011 erwartet die Kantonalbank-Leitung aufgrund des wirtschaftlichen Umfelds ein "anspruchsvolles Geschäftsjahr". Er gehe von einem Ergebnis in der Grössenordnung von 2010 aus, so Kobler.
An der Börse wurde der Abschluss freundlich kommentiert: Die Analysten bezeichneten die Ergebnisse als "solide" und im Rahmen der Erwartungen. Die Namenaktie der Luzerner Kantonalbank lag gegen 15 Uhr mit 319 CHF um 0,6% im Plus.
tp/dl

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