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Meyer Burger kommt Roth & Rau-Übernahme einen Schritt näher (AF)

Hohenstein-Ernstthal (awp/sda) - Der Solarindustrie-Zulieferer Meyer Burger hat bei der Übernahme des ostdeutschen Unternehmens Roth&Rau einen grossen Schritt vorwärts gemacht. Der Thuner Konzern konnte das Roth&Rau-Aktienpaket der deutschen Gutekunst-Holding in Höhe von knapp 20% erwerben.
Der Schwarzwälder Photovoltaik-Spezialist Rena, der Teil der Gutekunst-Holding ist, habe Meyer Burger 19,9% der Aktien von Roth&Rau verkauft, teilte Roth&Rau am Freitag mit.
Der deutsche Unternehmer Jürgen Gutekunst war bislang ein Störfaktor für die Übernahmepläne von Meyer Burger: Gutekunst stockte seine Anteile an Roth&Rau auf, nachdem Meyer Burger am 11. April die Offerte für das Unternehmen angekündigt hatte. Am 20. April hielt Gutekunst erst 10,49% der Anteile.
Meyer Burger besass nach Ende der Frist für das Übernahmeangebot am 8. Juni 32,38% der Roth&Rau-Aktien. Die verlängerte Frist lief letzten Dienstag ab.
Gutekunst erhielt laut dem Roth&Rau-Communiqué keinen besseren Preis für seine Aktien: Meyer Burger zahlte Rena den im öffentlichen Kaufangebot offerierten Preis von 22 Euro pro Aktie.
Für Aufsehen sorgte kürzlich die Ankündigung der deutschen Finanzaufsicht, sie gehe der Frage nach, ob sich Firmeninsider unerlaubt mit Aktien eingedeckt haben. Gegen wen sich die Untersuchung richtet, gab die deutsche Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nicht bekannt. Die Aktie von Roth&Rau hatte bereits Tage vor der Meyer-Burger-Offerte im April kräftig angezogen.
ps

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