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Zürich (awp) - Für den Solarindustriezulieferer Meyer Burger wird der Weg zur Übernahme der ostdeutschen Roth & Rau immer steiniger. Das Angebotsprospekt ist noch nicht gedruckt und schon haben sich zwei weitere Akteure mit Aktienzukäufen in Stellung gebracht und mischen beim Übernahmepoker mit. So kommt der Schwarzwälder Unternehmer Jürgen Gutekunst und die weitgehend unbekannte zypriotischen KLK mit der Erhöhung von Beteiligungen an Roth & Rau dem Berner Oberländer Unternehmen in die Quere.
Meyer Burger gibt sich weitgehend gelassen und sieht seine Übernahmeabsichten auf Kurs. Das Management steht in Gesprächen mit den Gesellschaften; beide hätten ein strategisches Interesse an der Roth & Rau-Beteiligung deutlich gemacht. Insbesondere Gutekunst will offensichtlich mit der Beteiligung an Roth & Rau den Partner fester an sich binden.
GUTEKUNST WILL STRATEGISCHE BETEILIGUNG
Die dem Rena-Gründer Jürgen Gutekunst gehörenden Jürgen-Gutekunst-Holding - zugleich Alleininhaberin der Rena - unterstreicht denn auch die Absicht, den Einfluss bei Roth & Rau nicht verlieren zu wollen. "Es ist keine Finanzbeteiligung sondern eine strategische Beteiligung", sagte Renas Managing Director Volker Westermann gegenüber AWP.
Nun soll sogar die Beteiligung an der im deutschen Tecdax kotierten Gesellschaft weiter ausgebaut werden. Innerhalb der nächsten zwölf Monate will Gutekunst weitere Stimmrechte durch Erwerb oder auf sonstige Weise erlangen. Bereits am 13. April war die 10-Prozent-Schwelle bei Roth & Rau überschritten worden. Angeblich hält Gutekunst bereits seit Ende vergangenen Jahrs Aktien von Roth & Rau.
ZYPRIOTEN MISCHEN AUCH MIT
Neben dem Freiburger Solarunternehmer Gutekunst ist ein weiterer Akteur aufgetreten. Die zypriotische KLK Holding teilte mit, die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten zu haben und gegenwärtig 5,19% an Roth & Rau zu halten.
Meyer Burger sieht sich bei der geplanten Übernahme des sächsischen Mitbewerbers durch die jüngsten Aktienzukäufe von Gutekunst und KLK nicht behindert. "Wir stehen in guten Beziehungen zu Herrn Gutekunst", sagte Meyer-Burger-Sprecher Werner Buchholz. Auch mit dem hinter KLK stehenden Investor führe Meyer Burger Gespräche. "Es gibt das Commitment, dass die Absichten von KLK nicht feindlich sind."
Zu den am Handelstag veröffentlichten Absichten von Gutekunst, die Beteiligung an Roth & Rau weiter auszubauen, meinte der Meyer-Burger-Sprecher: "Es gibt keine Anzeichen dafür, dass es Probleme geben wird - der Plan der Übernahme geht weiter."
MEYER BURGER SETZT ÜBERNAHMEPLAN FORT
An der Börse wird aber bereits spekuliert, dass Meyer Burger mehr für den sächsischen Konkurrenten zahlen muss als geplant. Bislang bietet Meyer Burger 22 Euro je Aktie. Im TecDax notieren die Papiere inzwischen bei fast 23,50 Euro, nachdem sie bereits seit Anfang April deutlich gewonnen hatten. Die Meyer-Burger-Aktie verliert derweil 2%.
Eine mögliche Aufstockung des Angebots wollte Meyer Burger nicht kommentieren, versicherte aber, so schnell wie möglich Roth & Rau komplett übernehmen zu wollen. Anfang Mai erfolgt nach Aussage von Meyer Burger voraussichtlich die Veröffentlichung der Angebotsunterlagen, Mitte/Ende Juni soll die weitere Annahmefrist auslaufen. Die Transaktion soll im dritten Quartal abgeschlossen werden.
Meyer Burger hält gegenwärtig 17,7% an dem sächsischen Unternehmen, nachdem zuletzt ein 6,34-prozentiges Aktienpaket an Roth & Rau von der niederländischen OTB übernommen worden war. Die gesamten Übernahmekosten bezifferte CEO Peter Pauli zuletzt im Gespräch mit AWP auf 356,6 Mio EUR.
Bei der am Handelstag abgehaltenen Generalversammlung wurde Dietmar Roth, Vorstandsvorsitzender von Roth & Rau, in den Verwaltungsrat gewählt. Allerdings unter den aufschiebenden Bedingungen des Rücktritts von Roth aus dem Vorstand bei Roth & Rau sowie des Abschlusses des öffentlichen Übernahmeangebots.
ps/ra

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