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(Ergänzt um weitere Angaben)
Zürich (awp/sda) - Die zur Migros gehörende Discountkette Denner bietet der Konkurrenz aus Deutschland Paroli: Obwohl Aldi und Lidl letztes Jahr stark expandierten, ist Denner letztes Jahr weiter gewachsen. Beim Umsatz wurde erstmals die 3-Milliarden-Franken-Marke überschritten.
Mit einem Wachstum von 2,6% schnitt Denner nicht nur besser ab als der Markt, er übertraf auch bei weitem das Lebensmittelgeschäft der Migros. Alle Migros-Genossenschafen zusammen büssten im Vergleich zum Vorjahr 1,1% an Umsatz ein, währenddessen das Branchenvolumen nach Berechnungen des Marktforschungsunternehmen Nielsen um 0,4% schrumpfte.
Geht es nach Peter Bamert, der Anfang Januar die Leitung von Denner übernommen hat, wird sich am Erfolgskurs von Denner auch nichts ändern. Die grösste Discountkette des Landes wird jedenfalls weder vor einer Konsumflaute noch vor der deutschen Konkurrenz kuschen, wie Bamert vor den Medien klarmachte.
Schon bei Ex Libris, dessen Chef Bamert bis Ende 2008 war, hat der neue Denner-Chef für Furore gesorgt: So hat die Migros-Buchhandlung etwa monatelang alle Bücher übers Internet mit 30% Rabatt verkauft. Und der Politik auch gleich mitgeteilt, mit Hilfe einer ausländischen Tochterfirma selbst bei einer Wiedereinführung der Buchpreisbindung am Geschäft mit günstigeren Büchern festzuhalten.
Ähnlich kämpferisch wird Bamert sich wohl auch bei Denner zeigen. "Denner bleibt Denner", sagte er am Donnerstag und sprach vom "Elan, als Nummer 1 der Discounter etwas bewegen zu können". Möglichkeiten dazu wird der Nachfolger von Schweri-Erbe Philippe Gaydoul in naher Zukunft jedenfalls genügend haben.
Wenn nämlich demnächst mit der Einführung des Cassis-de-Dijon-Prinzips der Import aller in einem anderen EU-Land zugelassenen Produkte erlaubt ist, vergrössert sich auch der Handlungsspielraum von Denner. Dass dieser den Spielraum wohl auch zu nutzen weiss, zeigt der Kampf von Denner für Parallelimporte von Elmex-Zahnpaste.
Vor der Wettbewerbskommission (Weko) hat Denner sich vor Kurzem das Recht erstritten, Elmex günstiger vom österreichischen Lizenznehmer importieren zu dürfen. Gaba International, die zum Colgate-Palmolive-Konzern gehörende Elmex-Herstellerin, erhielt zudem von der Weko eine Busse aufgebrummt.
"Der Kampf um die Gunst der Portemonnaies wird auf jeden Fall weitergehen", sagte Bamert mit Blick auf Konkurrenz und die konjunkturelle Lage. Inwiefern Denner im Laufe des Jahres den Preiskampf des Detailhandels weiter anheizen wird, gab Bamert nicht preis.
Denner halte nichts von konzertierten Preissenkungen und grossen Ankündigungen, sagte er stattdessen. Wenn Preissenkungen möglich seien, würden diese unmittelbar der Kundschaft weitergegeben. Ziel sei es, dank des Cassis-de-Dijon-Prinzips und notfalls mit Parallelimporten die Ware zu europäischen Preisen ein- und wieder verkaufen zu können.
Doch Konkurrenz hat Denner nicht nur von Aldi und Lidl oder bei den Markenartikeln und Weinen von Coop. Auch das Denner-Mutterhaus Migros konkurrenziert die eigene Tochter zunehmends mit dem Verkauf von Markenartikeln. Mit einem Sortimentsanteil von 75% sind Markenartikel für Denner aber überlebenswichtig.
Wenn die Migros nun neu Coca-Cola, Pampers, Thomy und Nescafé verkauft, kann dies Denner nicht egal sein. Über mögliche Auswirkungen schwieg sich Bamert vor den Medien aber aus. Er zuckte bloss mit den Schultern und meinte, dass sich Denner halt ein bisschen mehr anstrengen müsse, um auf ihr Resultat zu kommen.
cc

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