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Biel (awp) - Mikron hat im Geschäftsjahr 2009 erneut rote Zahlen geschrieben. Vom Abschwung besonders stark betroffen war das Segment Machining, wo die Kunden grösstenteils aus der europäischen Automobilzuliefer-Industrie stammen. Der Bereich Automation konnte den Verlust hingegen eingrenzen. Für das Jahr 2010 rechnet der Maschinen- und Anlagebauer mit einem moderaten Aufschwung.
Das Berichtsjahr sei ausserordentlich schwierig gewesen. Mikron habe aber die Talsohle durchschritten und die Strukturen wo nötig angepasst, sagte Verwaltungsratspräsident Johann Schneider-Ammann am Montag an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. Herausfordernd sei es gewesen, keine Kapazitäten abzubauen, die beim erwarteten Aufschwung fehlen würden.
SEGMENTE UNTERSCHIEDLICH BETROFFEN
Am Verlust auf Stufe EBITDA von 19,5 Mio CHF trug das Segment Machining den Hauptanteil. Die Sparte Automation hingegen profitierte von stabilen Geschäftsvolumen aus der Medizinaltechnik- und Pharmaindustrie. Der Betriebsverlust auf Stufe EBIT stieg auf 32,8 (VJ-Verlust 15,8) Mio CHF und der Reinverlust auf ebenfalls 32,8 Mio CHF nach einem Minus von 13,4 Mio CHF im Vorjahr, wie das Unternehmen mitteilte.
Bereits Ende Januar wurde der Umsatz publiziert, dieser ging um 43,2% auf 150,1 Mio CHF zurück. Mikron verweist auf die fehlende Investitionstätigkeit in den Märkten.
Der Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit fiel mit 1,4 Mio CHF positiv aus, nach einem Geldabfluss von 8,2 Mio CHF im Vorjahr. Grund sei die Reduktion des Umlaufvermögens, hiess es. Die Eigenkapitalquote hielt sich bei rund 67% und die Netto-Cash-Position blieb mit 25 Mio CHF nahezu stabil.
AUTOMATION MIT POSITIVEM ERGEBNIS ERWARTET
Für das Geschäftsjahr 2010 rechnet Mikron im Segment Automation mit einem leicht verbesserten wirtschaftlichen Umfeld, wobei im Marktsegment Medical/Pharma & Personal Care ein Umsatz auf Höhe des Vorjahres erwartet wird. Obwohl der Auftragsbestand etwas zulegen konnte, soll es am Standort Boudry ab Januar 2010 Kurzarbeit geben.
Weitere Personalreduktionen will das Unternehmen in der Sparte Automation möglichst vermeiden, um das Know-how der Mitarbeiter zu erhalten. Angestrebt werde ein EBITDA, der aufgrund der Kostenanpassungen "klar positiv" ausfalle, schreibt das Unternehmen.
SIGNALE FÜR ERHOLUNG BEI MACHINING
Mikron Machining dürfte 2010 eine leichte Verbesserung des wirtschaftlichen Umfelds erfahren. Zuerst davon profitieren sollen das Werkzeuggeschäft und der Service. Für das Neumaschinengeschäft wird mit einer zögerlichen Zunahme der Geschäftsvolumen gerechnet, eine Erholung sei jedoch Voraussetzung für einen ausgeglichenen EBITDA.
Die gegen Ende 2009 erhöhte Angebotstätigkeit sieht Mikron als erstes positives Signal. Zudem biete der asiatische Markt derzeit interessante Möglichkeiten und werde mit hoher Priorität bearbeitet. Der im Dezember beschlossene Abbau bei Machining von rund 100 Vollzeitstellen soll im zweiten Quartal 2010 Wirkung zeigen. Künftig wird Mikron insgesamt rund 850 Mitarbeitende haben.
GRUPPE STREBT AUSGEGLICHENEN EBIT AN
Auf Gruppenstufe erwartet Mikron 2010 einen moderaten Aufschwung, eine leichte Erholung beim Umsatz und eine deutliche Annäherung an ein ausgeglichenes Betriebsergebnis.
Das Minimalziel sei ein Break-Even auf Stufe EBIDTA, führte CFO Andreas Moser aus. Bei einer leichten Umsatzerholung könne auch der Break-Even auf Stufe EBIT erreicht werden. 2011 sollten dem Finanzchef zufolge auch unter dem Strich schwarze Zahlen stehen, sofern die Erholung anhält. Mikron arbeite darauf hin, mittelfristig wieder eine vernünftige Rendite von 5-10% EBIT-Marge zu erzielen.
Mit den vorgelegten Zahlen hat das Unternehmen im Rahmen der Erwartungen der Bank Vontobel abgeschnitten. Die Börse reagiert mit Aufschlägen. Am frühen Nachmittag rücken die Aktien in einem leicht freundlichen Gesamtmarkt um 1,4% auf 6,59 CHF vor.
cc/ra

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