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FRANKFURT (awp international)
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AKTIEN
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DEUTSCHLAND: - ETWAS SCHWÄCHER ERWARTET - Mit den Augen auf die weitere Entwicklung in Japan nach dem verheerenden Erdbeben und dem folgenden Tsunami wird der deutsche Aktienmarkt am Montag mit leichten Verlusten erwartet. Finspreads taxierte den Dax am Morgen 0,43 Prozent tiefer bei 6.973 Punkten. Nachrichten um eine drastische Notmassnahme der japanischen Notenbank zur Beruhigung der Finanzmärkte sowie die bleibende Angst vor einer Kernschmelze binden die Aufmerksamkeit der Börsianer und haben am Morgen in Japan zu panischen Verkäufen geführt, sagte Aktienhändler Chris Weston von IG Markets. Die Stimmung der Börsianer dürfte weltweit schlecht bleiben. Die Börsen in Tokio brachen am Morgen mit einem Minus von 6,18 Prozent im Nikkei-225-Index ein. Die Wall Street hatte sich dagegen am Freitag nach Anfangsverlusten klar ins Plus gearbeitet und der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial gewann 0,58 Prozent seit dem Xetra-Schluss am Freitag. Die Agenda ist indes nur sehr dünn bestückt, so dass das ganze Interesse auf Japan gerichtet bleiben dürfte.
USA: - FESTER - Der Dow-Jones-Index hat am Freitag trotz des verheerenden Erdbebens in Japan im Plus geschlossen. Vor allem die Aktien von Industrieunternehmen verbuchten deutliche Gewinne. Firmen wie Caterpillar oder General Electric könnten vom Wiederaufbau zerstörter Infrastruktur des Landes profitieren, spekulierten einige Anleger. Schliesslich sorgte auch der wieder gesunkene Ölpreis für etwas Entspannung am Markt, sagten Börsianer. Den Anstieg der Einzelhandelsumsätze im Februar nannten einige Beobachter ebenfalls als Triebfeder für den Aktienmarkt.
JAPAN: - KURSSTURZ - In Tokio ist die Börse am ersten Handelstag nach dem verheerenden Erdbeben und dem Tsunami eingebrochen. Der Nikkei-225-Index verbuchte den grössten Kurssturz seit 2008 und fiel unter die psychologisch wichtige 10.000-Punkte-Marke. Meldungen über eine neue Explosion im Unglückskraftwerk Fukushima hatten den Kursrutsch verstärkt. Die japanische Zentralbank kündigte eine drastische Notmassnahme zur Beruhigung der Finanzmärkte an. Sie will die Rekordsumme von insgesamt 15 Billionen Yen (mehr als 130 Milliarden Euro) in den Geldmarkt pumpen.
DAX 6.981,49 -1,16%
XDAX 7.004,86 -0,27%
EuroSTOXX 50 2.883,84 -0,89%
Stoxx50 2.594,83 -0,65%
DJIA 12.044,40 +0,50%
S&P 500 1.304,28 +0,71%
NASDAQ 100 2.299,26 +0,66%
Nikkei 9.620,49 -6,18%
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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL
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RENTEN: - KURSSCHWANKUNGEN ERWARTET - Für den deutschen Rentenmarkt rechnen Experten am Montag mit starken Kursschwankungen. "In den kommenden Tagen werden die Auswirkungen der historischen Katastrophe in Japan die Märkte bewegen", heisst es in einer Tagesvorschau der HSH Nordbank. Dabei werde sicher die Frage eine Rolle spielen, ob die japanischen Anleger ihre Anlagen im Ausland zumindest zum Teil auflösen werden, um sie für den Wiederaufbau zu nutzen. Dies sei wahrscheinlich. Davon dürfte vor allem die USA betroffen sein, denn Japan gehöre zu den grössten Gläubigern des Landes. Zugleich dürfte das japanische Unglück nicht ohne Auswirkung auf die Wachstumsperspektiven der Weltwirtschaft bleiben. Kurzfristig sollte die Wachstumsdynamik zurückgehen, langfristig durch den Wiederaufbau jedoch etwas besser ausfallen. Ausserdem dürften die Ergebnisse des EU-Gipfels vom Wochenende ein Rolle spielen. Es sei mehr erreicht worden, als man im Vorfeld hätte erwarten können.
Bund-Future 123,06 -0,06%
T-Note-Future 121,11 0,06%
T-Bond-Future 121,72 -0,33%
DEVISEN: - ÜBER 1,39 US-DOLLAR - Der Euro hat sich am Montag erfolgreich über der Marke von 1,39 US-Dollar gehalten. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,3934 Dollar. Der Devisenmarkt werde derzeit ebenfalls von den Ereignissen in Japan dominiert, kommentierten Marktteilnehmer. Die japanische Notenbank (BoJ) will mit einer Rekord-Geldspritze die Folgen der Erdbeben, des Tsunamis und der nuklearen Katastrophe wirtschaftlich in den Griff bekommen. Sie will die Rekordsumme von insgesamt 15 Billionen Yen (rund 130 Mrd Euro) in den Geldmarkt pumpen. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,3773 (Donnerstag: 1,3817) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7261 (0,7238) Euro.
(Alle Kurse 7:15 Uhr)
Euro/USD 1,3941 -0,08%
USD/Yen 82,10 +0,74%
Euro/Yen 114,43 +0,60%
ROHÖL - ETWAS SCHWÄCHER - Die Sorge vor einer deutlichen Abschwächung des Wirtschaftswachstums in Japan hat die Ölpreise am Montag unter Druck gehalten. Händler begründeten die sinkenden Notierungen mit den befürchteten Folgen des Erdbebens und des Tsunamis vom Freitag auf die Wirtschaft der drittgrössten Volkswirtschaft der Welt. Insbesondere die Unsicherheit über die Lage der Atomkraftwerke sorge für Unruhe. Darüber hinaus schwelt allerdings auch der Konflikt in der Krisenregion Nordafrika weiter. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wird sich vermutlich an diesem Montag in einer Sondersitzung mit der Krise in Libyen befassen.
WTI (NYMEX) 99,82 -1,34 USD (7:15 Uhr)
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PRESSESCHAU
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- Aufseher einigen sich auf Kriterien für systemrelevante Banken; HB, S. 32
- Wirtschaftsweiser Franz: Fürchte keine erneute globale Rezession; HB, S. 9
- Bertelsmann und Bruda prüfen Kauf von Schlott-Druckerei; HB; S. 29
- Tui Travel plagt sich mit Einstieg in Schwellenländern; FTD, S. 12
- Drohende Atomkatastrophe in Japan verschont die Versicherer; FTD, S. 7
- Blohm+Voss-Verkauf geht in die Endphase; FTD, S. 11 - Puma-Chef Zeitz findet Nachfolger; FTD, S. 9
- NRW soll Garantie für WestLB abgeben; FTD, S. 15
- Bavaria Yacht auf Expansionskurs; FTD, S. 12
- WestLB: NRW drohen Zusatzkosten in Milliardenhöhe; Spiegel
- Lufthansa hat Engpass bei Flugbegleitern; Spiegel
- GDL plant bis Donnerstag keine Lokführerstreiks; Bild
- RWE-Chef: Deutsche Energiekonzerne bieten Japan Hilfe an; Bild, S. 3
- Bundeszuschuss für Krankenkassen wird aufgestockt; SZ, S. 19
- US-Militär in radioaktiver Wolke; New York Times
- Volker Kauder: Brauchen keine neue Grundsatzdebatte über Kernenergie; Hamburger Abendblatt
/rum

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