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Munich Re: 2009 weniger Schäden durch Naturkatastrophen (AF)

Dieser Inhalt wurde am 29. Dezember 2009 - 11:10 publiziert

MÜNCHEN (awp international) - Naturkatastrophen haben nach Angaben der Munich Re deutlich weniger Schäden angerichtet als im Vorjahr. Grosskatastrophen seien weitgehend ausgeblieben und auch die Hurrikansaison vor den Küsten Mexikos und der USA sei glimpflich verlaufen, teilte der Rückversicherer am Dienstag in München mit. Der gesamtwirtschaftliche Schaden habe bei 50 Milliarden US-Dollar gelegen - ein Viertel der Summe des Vorjahres. Die Versicherer trugen davon weltweit 22 Milliarden Dollar.
Das Jahr 2008 hatte Munich Re als eines der schlimmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen Anfang des vergangenen Jahrhunderts bezeichnet. Der Trend steigender wetterbedingter Katastrophen bleibe bestehen, so der Versicherer. 45 Prozent der weltweit versicherten Schäden waren Folgen von Umweltereignissen.
10.000 TODESOPFER
Die meisten Todesopfer forderte das Erdbeben auf der indonesischen Insel Sumatra im September. Fast 1.200 Menschen kamen ums Leben. Bei drei Taifunen in Asien starben 1.700 Menschen. Insgesamt forderten Naturkatastrophen 2009 rund 10.000 Menschenleben. Im Jahr zuvor waren es noch 220.000 gewesen.
Das teuerste Einzelereignis war der Wintersturm Klaus, der im Januar die Atlantikküste in Nordspanien und Südwestfrankreich traf. Die versicherten Schäden beliefen sich auf 3 Milliarden Dollar, der volkswirtschaftliche Schaden lag bei 5,1 Milliarden Dollar. Vor allem die Hurrikane im Nordatlantik richteten weniger Schäden als in den vergangenen Jahren an. Nur drei Wirbelstürme erreichten Hurrikanstärke - das ist weniger als der Durchschnitt seit Mitte der 90er Jahre. Nach Einschätzung der Wetterexperten von Munich Re hat das El-Nino-Phänomen die Entstehung von Wirbelstürmen im Atlantik gedämpft. Aber auch die Tropenstürme im Indischen Ozean und im West-Pazifik fielen schwächer aus als bislang.
Entwarnung geben die Versicherer allerdings nicht. Ihrer Meinung nach werden die durch den Klimawandel bedingten Katastrophen in Zukunft weiter zunehmen. Auch wenn die schweren Hurrikane und andere Grösstkatastrophen in diesem Jahr ausgeblieben seien, habe es doch eine grosse Anzahl mittelschwerer Naturkatastrophen gegeben./gr/nl/he

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