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MÜNCHEN (awp international) - Die Katastrophen in Japan, Australien und Neuseeland haben den weltgrössten Rückversicherer Munich Re zu Jahresbeginn tief in die roten Zahlen gerissen. Infolge von Erdbeben, Tsunami, Hochwasser und Sturm werde das Ergebnis für das erste Quartal "deutlich negativ ausfallen", sagte Vorstandschef Nikolaus von Bomhard am Mittwoch bei der Hauptversammlung des Konzerns in München. Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand dennoch weiterhin mit einem Gewinn. Wie hoch dieser ausfallen soll, liess der Manager offen. Allerdings dürften die immensen Katastrophenschäden die Preise im Rückversicherungsgeschäft nach oben treiben, schätzt er.
Insgesamt erwartet der Münchner Dax-Konzern, dass er für Schäden durch Naturkatastrophen im ersten Jahresviertel mit 2,7 Milliarden Euro geradestehen muss. Dies sei gut 14-mal so viel wie im langjährigen Durchschnitt. Mit 1,5 Milliarden Euro soll mehr als die Hälfte der Belastung auf das Erdbeben und den Tsunami in Japan entfallen, weitere 1,1 Milliarden auf die Ereignisse in Australien und Neuseeland. Im Nordosten Australiens hatten Überschwemmungen und der Zyklon Yasi schwere Schäden angerichtet. Die neuseeländische Stadt Christchurch wurde im Februar zum zweiten Mal binnen eines halben Jahres von einem Erdbeben erschüttert. Vor einem Jahr hatte die Munich Re im ersten Quartal noch fast 500 Millionen Euro verdient./stw/tw

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