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Murdoch-Bezahlsender BSkyB setzt Erfolgsgeschichte fort

Dieser Inhalt wurde am 29. April 2010 - 10:26 publiziert

LONDON (awp international) - Bezahlfernsehen bleibt in Grossbritannien anders als in Deutschland eine Erfolgsgeschichte. Der britische Konzern BSkyB , der wie der deutsche Sender Sky vom Medienunternehmer Rupert Murdoch kontrolliert wird, profitierte in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2009/10 (Juni 2010) von einer hohen Nachfrage nach dem neuen Sendestandard High Definition (HD). Der Umsatz stieg in diesem Zeitraum um elf Prozent auf 4,38 Milliarden Pfund (rund 5,04 Mrd Euro), teilte das Unternehmen am Donnerstag in London mit. Der operative Gewinn legte um vier Prozent auf 645 Millionen Pfund zu.
Im dritten Quartal habe das Unternehmen 62.000 Kunden geworben - damit stieg die Abonnentenzahl auf knapp 10 Millionen. Zum Vergleich: Sky Deutschland hat bei einer deutlich höheren Einwohnerzahl lediglich 2,5 Millionen Kunden. Murdoch will jedoch auch den seit der Gründung defizitären Sender, der noch vor kurzem Premiere hiess, profitabel machen. Dazu soll die Kundenzahl deutlich steigen. Einige Experten halten dies allerdings für schwer zu realisieren, da es in Deutschland anders als in Grossbritannien ein breit gefächertes frei empfangbares Fernsehprogramm gibt.
Am Aktienmarkt wurde vor allem die deutlich höher als erwartet ausgefallene Nachfrage nach dem neuen HD-Standard goutiert. Die BSkyB-Aktie stieg in den ersten Handelsminuten um bis zu sechs Prozent. Durch den Wechsel von vielen Kunden in den teureren HD-Standard erhöhten sich die Ausgaben der Kunden deutlich. So stieg der aufs Jahr hochgerechnete durchschnittliche Umsatz pro Kunde auf mehr als 500 Pfund (575 Euro). Davon kann Sky Deutschland nur träumen. Bei dem deutschen Sender liegt dieser Wert derzeit bei rund 112 Euro, soll in Zukunft aber ebenfalls steigen. Anders als Sky Deutschland bietet BSkyB jedoch neben TV-Programmen auch Telekomdienstleistungen an./zb/nmu/wiz

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