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LONDON/BERLIN (awp international) - Der Musikkonzern EMI, Heimat der Beatles und heutiger Künstler wie Coldplay und Katy Perry, steht wieder zum Verkauf. Das britische Traditionshaus teilte am Montag mit, alle Optionen für seine Zukunft zu prüfen, von einer Übernahme bis hin zu einem Börsengang. Als ein zentraler Interessent gilt der US-Milliardär Len Blavatnik, der sich kürzlich den EMI-Konkurrenten Warner Music sicherte. Aber auch Rivalen wie Sony Music und Universal Music werden als mögliche Bieter zumindest für Teile des Konzerns gehandelt. Dass es zu einem Geschäft kommt, sei aber keineswegs sicher, sagte der Musikkonzern selbst.
EMI hat turbulente Monate hinter sich. Im Februar fiel das Unternehmen in die Hand des Wall-Street-Giganten Citigroup , nachdem der britische Finanzinvestor Guy Hands seine Milliardenkredite für den EMI-Kauf nicht mehr bedienen konnte.
Die Citigroup beeile sich nun, um an den Milliardenpreis beim jüngsten Verkauf von Warner Music anzuknüpfen. Blavatnik hatte im Mai den Bieterwettstreit um Warner Music mit 3,3 Milliarden Dollar gewonnen, wovon rund zwei Milliarden auf Schulden entfallen. Die Citigroup schrieb einen Grossteil der EMI-Schulden bereits ab, der Musikkonzern steht jetzt noch mit 1,2 Milliarden Dollar in der Kreide.
Blavatnik könnte viele Millionen sparen, wenn er das Geschäft von EMI und Warner Music zusammenlegen könnte. Zugleich könnten sich aber Wettbewerbshüter querstellen, schrieben unter anderem die "Financial Times" und das "Wall Street Journal" am Dienstag unter Berufung auf Branchenkenner. Die Citigroup halte sich deshalb auch die Option offen, EMI zu zerschlagen. Das Geschäft mit Musikaufnahmen und der deutlich ertragreichere Musikverlag würden dann getrennt verkauft. Zugleich gebe es auch Interesse von wohlhabenden britischen Investoren, die EMI als traditionsreiche Institution in heutiger Form erhalten wollen, schrieben die Zeitungen.
Hands hatte EMI vor vier Jahren für 4,2 Milliarden Pfund gekauft. Wie bei solchen Geschäften üblich, bürdete der Finanzinvestor die Schulden dann dem Musikkonzern auf. Das operative Geschäft lief mit sinkenden CD-Verkäufen jedoch nicht gut genug, um die Milliardenlast zu schultern. Unmittelbar nachdem EMI zur Citigroup kam, gab es zunächst auch das Gerücht, das Bankhaus könnte den Musikkonzern erneut an Hands verkaufen, diesmal zu einem günstigeren Preis./so/DP/tw

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