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(Mit weiteren Angaben zum Geschäftsverlauf)
Dübendorf (awp) - Handysoftware-Hersteller Myriad hat im Geschäftsjahr 2010 weniger Umsatz erzielt und auch der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ging gegenüber dem Vorjahr zurück. Der Verkauf von geistigen Eigentumsrechten sorgte jedoch dafür, dass der Reinverlust eingegrenzt wurde.
Gemäss IRFS-Zahlen sank der Umsatz um 4,2% auf 101,0 Mio USD. Der EBITDA vor Restrukturierungskosten ging um fast ein Drittel auf 11,3 Mio USD zurück. Die Gesellschaft konnte den Reinverlust jedoch auf 32,9 Mio USD eingrenzen, nach einem Vorjahresverlust von 55,7 Mio, wie Myriad am Mittwoch mitteilte.
Dabei stützte ein Sondereffekt: Das Unternehmen erzielte einen ausserordentlichen Gewinn von 18,3 Mio USD aus dem Verkauf von geistigen Eigentumsrechten, wie Ende 2010 angekündigt.
Auf einer pro-forma-Basis, einschliesslich der übernommenen Firma Purple Labs und auf zwölf Monate hochgerechnet, lagen der Umsatz im Vorjahr bei 125,8 Mio USD, der EBITDA vor Restrukturierungskosten bei 25,0 Mio USD und der Reinverlust bei 51,4 Mio USD.
Der Auftragsbestand belief sich auf 31,4 Mio USD, nach 127,7 Mio USD im Vorjahr (pro-forma). Dieser deutliche Rückgang spiegle den Verlust des Grosskunden Sagem Wireless wider, hiess es. Myriad hatte im September 2010 darüber informiert und die finanziellen Folgen im November präzisiert. Das französische Unternehmen musste bestehende Lieferverträge für 2010 und 2011 infolge von finanziellen Schwierigkeiten auflösen.
Im Segment Device Solutions sank der Umsatz gegenüber dem pro-forma-Wert des Vorjahres um 20% auf 90,7 Mio USD. Insgesamt trug Device Solutions mit 90% den Löwenanteil zum Umsatz bei. In der kleineren Sparte Mobile Services ging der Umsatz um 21% auf 10,3 Mio USD zurück.
Die Umsätze mit Sagem Wireless lagen 2010 bei 36 Mio USD nach 59 Mio im Vorjahr. Sagem Wireless trug im Berichtsjahr noch 36% zum Umsatz bei. Mit den Grosskunden Sony Ericsson, Motorola, LG, Samsung und KDDI erwirtschaftete Myriad einen Umsatzanteil von 39%. Orange und Telefonica trugen den Angaben zufolge 9% bei.
Die Kostenbasis pro Jahr soll nach einer Restrukturierung künftig um rund 23 Mio USD tiefer liegen. Dafür fielen im Jahr 2010 Belastungen von 7 Mio USD an.
Der Verlust von Sagem Wireless führte zu einem nicht-cashwirksamen Abschreiber auf den Goodwill und auf andere immaterielle Werte von insgesamt 25,7 Mio USD.
Der operative Cashflow fiel um 7,7 Mio USD negativ aus. Im Vorjahr (pro-forma) waren es noch plus 24,0 Mio USD gewesen. Die flüssigen Mittel lagen Ende 2010 bei 33,7 Mio USD. Myriad schloss das Jahr mit einer leicht besseren Netto-Cash-Position von 30,5 Mio USD ab. Die Eigenkapitalquote wird mit 48% angegeben, nach 56% im Vorjahr.
Für das laufende Geschäftsjahr 2011 macht die Handysoftware-Firma keinen detaillierten finanziellen Ausblick. Nach dem Verlust des Grosskunden Sagem werde das Unternehmen starke wiederkehrende Umsätze aus dem Kerngeschäft erhalten, hiess es. Das Umsatzwachstum werde vor allem vom erfolgreichen Launch neuer Produkte sowie dem Rollout und stetigen Umsätzen aus Lateinamerika bei dem Telefonica-Projekt und weiteren Vorhaben abhängen.
Der Fokus liege in nächster Zeit auf dem Rollout in 13 südamerikanischen Ländern im Zusammenhang mit dem Telefonica-Auftrag, hiess es. Nach vier integrierten Netzwerken im März 2011 werde Myriad dort sowie in zwei zusätzlichen Märkten den Betrieb im zweiten Quartal starten. Bis Ende Jahr sollen die übrigen Netze folgen.
Das Management sei bestrebt, eine Reihe weiterer Aufträge im Zusammenhang mit Social Network Services zu sichern, erklärte das Unternehmen. Die grossen Handy-Hersteller will Myriad laut Mitteilung weiter beliefern und gleichzeitig bei neuen mobilen Produkten Fuss fassen. Das Portfolio ziele künftig auch stärker auf andere Märkte wie Set-Top-Boxen und Unterhaltungselektronik.
cc/ra

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