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TOKIO (awp international) - Die japanischen Stahlkonzerne Nippon Steel und JFE leiden unter den stark gestiegenen Rohstoffpreisen. Beide Unternehmen senkten am Freitag in Tokio ihre Prognosen für das Ende März auslaufende Geschäftsjahr deutlich. Es gelingt ihnen kaum, die steigenden Kosten in vollem Umfang an ihre Kunden - etwa die japanischen Autobauer - weiterzugeben. Nippon Steel ist der weltweit viertgrösste Stahlproduzent der Welt, JFE die Nummer fünf.
Die Situation auf den asiatischen Rohstoffmärkten hatte sich zuletzt durch die Flutkatastrophe in Australien weiter angespannt, da viele Kohleminen ihre Produktion wegen der Überschwemmungen einstellen mussten. Hinzu kommt die anhaltend hohe Nachfrage aus China.
SCHWIERIGE WIRTSCHAFTSKLAGE IN JAPAN
Dagegen bleibt die Wirtschaftslage in Japan schwierig, vor allem die Bauindustrie liegt derzeit am Boden. Entsprechend schwach ist dort die Stahlnachfrage. Die Nachfrage aus dem Ausland sei hingegen gross, heisst es in den Berichten von Nippon Steel und JFE. Allerdings belastet dabei der starke Yen.
Nippon Steel rechnet für das in zwei Monaten zu Ende gehende Geschäftsjahr nun nur noch mit einem Nettogewinn von 95 Milliarden Yen (840 Mio Euro), im Oktober hatte das Management noch 130 Milliarden Yen für möglich gehalten. Im Abschlussquartal rechnet das Unternehmen sogar mit einem Nettoverlust. JFE senkte seine Gewinnprognose von 110 auf 70 Milliarden Yen.
GEWINN NACH NEUN MONATEN
In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres schrieben beide Unternehmen aber wieder schwarze Zahlen. Nippon Steel verdiente knapp 105 Milliarden Yen, ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen wegen der Wirtschaftskrise noch einen Verlust von 46 Milliarden Yen hinnehmen müssen. JFE erwirtschaftete nun einen Nettogewinn von 64,5 Milliarden Yen nach einem Verlust von 1,4 Milliarden Yen vor einem Jahr.
Die steigenden Rohstoffpreise machen allen Stahlkonzernen zu schaffen. Dank der guten Konjunktur gelingt es aber etwa dem deutschen Branchenprimus ThyssenKrupp besser, die Kosten an seine Kunden weiterzugeben. Auch die Produktionsausfälle in den australischen Kohleminen treffen zunächst vor allem die asiatischen Stahlhersteller, die sich bislang hauptsächlich in Australien versorgen. Inzwischen befürchten einige Stahlhersteller schon Produktionsausfälle wegen Kohlemangels. Sie versuchen nun Kohle stärker auch aus anderen Regionen der Welt zu beschaffen, die bislang stärker für die europäischen Stahlhersteller produzierten. Das treibt die Preise.
BIS ZU 50 PROZENT WENIGER KOHLE AUS QUEENSLAND
Nach offiziellen Angaben belaufen sich die Produktionsausfälle durch das Hochwasser auf inzwischen 8 Milliarden australische Dollar (5,8 Mrd Euro). Insgesamt dürften im ersten Quartal dieses Jahres 25 bis 50 Prozent weniger Kohle im Bundesstaat Queensland gefördert werden. Von den 57 Kohleminen in der Region sind 45 von den Fluten betroffen. Inzwischen gibt es Spekulation, dass der Preis für Kokskohle auf bis zu 500 US-Dollar pro Tonne steigen könnte. Die für das erste Quartal noch vor der Flut ausgehandelten Preise liegen bei rund 225 Dollar./enl/stb/tw

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