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TOKIO (awp international) - Mit einer Grossfusion will sich die japanische Stahlindustrie für den härteren globalen Wettbewerb rüsten. Branchenprimus Nippon Steel hat mit dem drittgrössten Hersteller des Landes, Sumitomo Metal Industries, eine Fusion zum Oktober 2012 vereinbart. Damit wollen beide Unternehmen sich das Überleben im weltweit schärferen Konkurrenzkampf sichern, wie sie am Donnerstag in Tokio mitteilten.
Der neue Stahlgigant wird noch näher zum weltgrössten Produzenten ArcelorMittal aufrücken. Sumitomo Metal und Nippon Steel Corporationarbeiten bereits in der Edelstahlproduktion zusammen und halten auch gegenseitig Anteile. Für die geplante Fusion sind noch Einzelheiten wie das Umtauschverhältnis und die Besetzung des Top-Managements auszuhandeln.
Die Zahlen für Nippon Steel und Sumitomo Metal des Fiskaljahres 2010 (31. März) zusammengenommen ergeben für die fusionierten Unternehmen einen Umsatz von fast 59 Milliarden Dollar. Die jährliche Stahlproduktion liegt nach Schätzungen bei rund 50 Millionen Tonnen.
Nippon Steel war einst Weltmarktführer, hatte diese Position aber durch die fusionierte ArcelorMittal 2006 verloren. Im Krisenjahr 2009 hatten die grossen Stahlhersteller mit scharfen Umsatzeinbrüchen zu kämpfen. So halbierte sich der Jahresumsatz von ArcelorMittal nahezu auf rund 65 Milliarden Dollar. Die Stahllieferungen fielen um 30 Prozent auf rund 71 Millionen Tonnen.
Mit dem Zusammenschluss wollen sich die beiden japanischen Produzenten für die stark wachsende Nachfrage der stahlhungrigen Wachstumsländer wie China wappnen, aber auch eine breitere Basis im Kampf um die Rohstoffe gewinnen.
Unterdessen hat der südkoreanische Stahlkonzern Posco in Indien eine wichtige Hürde genommen. Das indische Umweltministerium gab schon am Montag grünes Licht für das 12 Milliarden Dollar schwere Posco-Stahlwerkprojekt im Bundesstaat Orissa. Seit 2005 bemühen sich die Koreaner um die Baugenehmigung. Auch die Posco-Konkurrenten ArcelorMittal und Nippon Steel wollen in dem Land Werke bauen, kommen aber nur langsam voran. Viele potenzielle Investoren beklagen sich über bürokratische Hindernisse in Indien.
Der Posco-Bau ist mit der erteilten Umweltgenehmigung noch nicht perfekt. Offen sind noch die von Posco geforderten Bergbaulizenzen. Die Regierung von Orissa hatte diese erteilt. Allerdings läuft dagegen eine Klage vor Gericht. Das aufstrebende Indien hat grosse Vorkommen am Rohstoff Eisenerz, den die Stahlproduzenten dringend benötigen./bbi/tk/DP/wiz1

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