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Zürich (awp) - Der Gewinn des Zahnimplantate-Herstellers Nobel Biocare hat sich im Geschäftsjahr 2010 mehr als halbiert. Erneut hinkte das Unternehmen dem Marktwachstum hinterher und musste Marktanteile preisgeben. Aufgrund der operativen Fortschritte und dem sich abzeichnenden wirtschaftlichen Aufschwung in einigen Märkten rechnet das Unternehmen damit, innert drei bis sechs Monaten wieder zum Marktwachstum aufzuschliessen.
2010 hat Nobel Biocare einen um 0,8% tieferen Umsatz von 576,6 Mio EUR erzielt, zu konstanten Wechselkursen (kWk) resultierte ein Rückgang von 6,4%. Der Betriebsgewinn sank um 34% auf 84,9 Mio EUR, dies entspricht einer EBIT-Marge von 14,7% (22,1%). Unter dem Strich verblieb ein 56,8% tieferer Reingewinn von 45,7 Mio EUR, wie der Dentalimplantate-Techniker am Donnerstag mitteilte. Mit den vorgelegten Zahlen hat das Unternehmen die Prognosen der Auguren verfehlt.
Der Verwaltungsrat schlägt eine auf 0,35 CHF von 0,55 CHF gesenkte Dividende pro Aktie vor. Diese soll aus freien Reserven und somit ohne Verrechnungssteuer für die Aktionäre ausbezahlt werden.
Das vierte Quartal brachte einen Umsatz von 153,2 (155,7) Mio EUR. Der EBIT betrug 19,7 (37,7) Mio EUR und der Quartalsgewinn 5,2 (26,0) Mio EUR.
Nach Regionen aufgeschlüsselt sank der Umsatz 2010 in der nach wie vor wichtigsten Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) in Lokalwährungen um 6,9% auf 248,3 Mio EUR. Das Ergebnis wurde durch den ungünstigen Ländermix beeinträchtigt. So litt Spanien, vor der Krise umsatzstärkster Markt von Nobel Biocare, nach wie vor unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen. Auch Schweden sei durch die strengere Auslegung des neuen Rückerstattungssystems belastet worden. Gute Wachstumsraten Jahr wurden in Italien, Frankreich und diversen kleineren Märkten erzielt.
In Nordamerika ging der Umsatz in Lokalwährungen um 5,8% auf 193,7 Mio EUR zurück. Gründe dafür waren umfassende organisatorische Änderungen sowie eine gegen Jahresende relativ hohe Vergleichsbasis.
In der Region Asien/Pazifik ging der Umsatz 2010 in Lokalwährungen um 2,1% auf 125,6 Mio EUR zurück. In Japan konnte Nobel Biocare das Vorjahresergebnis in einem rückläufigen Markt halten und somit Marktanteile gewinnen. Während die Entwicklung in Südostasien unbefriedigend verlief, erzielten die Schwellenländer Indien und China ein zweistelliges Wachstum, allerdings auf absolut tiefem Umsatzniveau., heisst es weiter.
Den grössten Rückgang verzeichnete der Umsatz in der Region Lateinamerika/Übrige Welt, wo die Abnahme in Lokalwährungen 42,2% auf 9,0 Mio EUR betrug. Die Region liefert jedoch nur rund 1% an den Gesamtumsatz des Unternehmens.
Nobel Biocare rechnet damit, innert drei bis sechs Monaten wieder zum Marktwachstum aufzuschliessen. Die Zuversicht basiert den Angaben zufolge auf der sich abzeichnenden Erholung in einigen der Märkte sowie auf der erfolgreichen Lancierung neuer Produktekategorien wie NobelActive oder NobelProcera.
Den Ausblick für den Gesamtmarkt hat Nobel Biocare indes erhöht. Neu geht das Unternehmen 2011 von einem Marktwachstum im "mittleren einstelligen Prozentbereich" aus, während anlässlich der Drittquartalszahlen Anfang November noch mit einem Marktwachstum im "niedrigen einstelligen Prozentbereich" ausgegangen worden war.
Weiter gibt das Unternehmen mehrere Änderungen in der Konzernleitung bekannt. Neben dem bereits am Vortag bekannt gegebenen Rücktritt Domenico Scalas als CEO löst Hans Geiselhöringer per Februar 2011 Robert Gottlander als Head Global Marketing and Products ab. Per Anfang Januar hat zudem Melker Nilsson Bill Ryan als General Manager North America ablösen. Mike Thompson wurde zum neuen Senior Vice President and General Manager Asia/Pacific ernannt. Er übernahm diese Position von Tom Olsen, der neu die Funktion des Executive Vice President of Sales North America übernimmt. Jörg von Manger-Koenig, Leiter der Rechtsabteiung, wurde als Senior Vice President Legal and Compliance in die Konzernleitung berufen.
Ferner werde Antoine Firmenich nach sechs Jahren nicht mehr zur Wahl als Mitglied des Verwaltungsrates antreten, heisst es weiter.
dl/ra

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