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ESPOO (awp international) - Der unter Druck stehende weltgrösste Handy-Hersteller Nokia hat im ersten Quartal Umsatz und Gewinn gesteigert. Im ersten Quartal 2011 verdiente Nokia mit 231 Millionen Euro knapp ein Drittel mehr als vor einem Jahr. Der Umsatz legte um 9,2 Prozent auf rund 10,4 Milliarden Euro zu, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Nokia ist zwar nach wie vor der grösste Handy-Produzent der Welt, verliert aber bei den lukrativen Smartphones an Boden. Vor allem das Google-Betriebssystem Android, auf das mehrere Hersteller zurückgreifen, breitet sich bei den Computer-Telefonen schnell aus.
Zugleich demonstrierte die ausführliche Quartalsbilanz auch die Schwächen der Finnen. Während der Mobilfunkmarkt rasant wächst, verkaufte Nokia mit 108,5 Millionen Handys gerade einmal ein Prozent mehr als vor einem Jahr - und zwölf Prozent weniger als im Schlussquartal 2010. Bei den Smartphones kam Nokia auf 24,2 Millionen Geräte, ein Plus von 13 Prozent im Jahresvergleich.
DURCHSCHNITTLICHER VERKAUFSPREIS ZUM VORQUARTAL GESUNKEN
Der durchschnittliche Verkaufspreis eines Nokia-Handys war zwar etwas höher als vor einem Jahr: 65 statt 62 Euro. Im Quartal davor konnte der Konzern aber mehr teurere Telefone absetzen und war noch auf 69 Euro pro Handy gekommen. Und hier wird der Kontrast zu Apple deutlich. Der US-Rivale setzte in den drei Monaten 18,7 Millionen seiner iPhones ab - und die bringen pro Gerät nach früheren Angaben um die 600 Dollar in die Kasse. Eine genaue Zahl für das vergangenene Quartal wolle Apple in der Nacht zum Donnerstag nicht nennen, mit der Begründung, Konkurrenten nicht helfen zu wollen.
Das Symbian-System von Nokia hat lange den Smartphone-Markt dominiert. Noch im Jahr 2007 hielt das Betriebssystem einen Marktanteil von 64 Prozent bei den Computer-Handys. Im Februar zog der neue Chef Stephen Elop die Reissleine und kündigte den Übergang zu Microsofts Windows Phone als Haupt-Betriebssystem für Nokias Smartphones an. Erste Windows-Geräte von Nokia könnten aber frühestens zum Jahresende fertig sein. Für die Übergangsphase rechnen auch die Finnen selbst mit einer Durchstrecke./so/DP/he

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