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Novartis Q1: Pharma-Marge gesteigert - Anteil neuer Produkte nimmt zu

Zürich (awp) - Der Novartis-Konzern konnte die Marge im Pharma-Geschäft in den ersten drei Monaten 2011 trotz den Auswirkungen der Gesundheitsreform in den USA und den Sparbemühungen in der EU weiter steigern. Zugenommen hat auch der Anteil neuer Produkte. Für das Ganzjahr 2011 hat CEO Joseph Jimenez die Umsatzprognose an einer Telefonkonferenz am Dienstag bestätigt. So wird weiterhin mit einem Umsatzwachstum im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich gerechnet.
Die Pharma-Nettoumsätze stiegen in der Berichtsperiode um 7% auf 7,77 Mrd USD. Zu konstanten Wechselkursen (kWk) belief sich der Anstieg auf 5%. Dem Umsatzwachstum zugrunde liegt gemäss Mitteilung eine Volumensteigerungen um neun Prozentpunkten und ein negativer Preiseffekt von zwei Prozentpunkten. Der negative Effekt sei vor allem aufgrund von Kostensenkungsmassnahmen im Gesundheitswesen zustande gekommen sowie infolge der Auswirkungen der Einführung von Generika und der Veräusserung von Produkten.
Das operative Ergebnis verbesserte sich um 10% (+13% in kWk) auf 2,50 Mrd USD, was einer Steigerung der Marge um 0,9 Prozentpunkte auf 32,2% entspricht. Das operative Kernergebnis wird mit 2,58 Mrd USD um 8% bzw. in kWk um 11% höher ausgewiesen; die entsprechende Marge nahm um 0,5 Prozentpunkte auf 33,2% zu. Dabei wird der negative Währungseffekt auf 1,5 Prozentpunkte beziffert. Für das laufende Jahr rechnet CEO Jimenez auf der Aufwandseite weiterhin mit Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen von rund 20% des Umsatzes.
Im Berichtsquartal nahmen der F&E-Aufwand um 0,3 Prozentpunkte zu, hingegen sanken die Marketing- und Verkaufsaufwendungen um 1,1 Prozentpunkte. Übrige Posten erhöhten sich um 0,5 Prozentpunkte, vor allem infolge einer Gebühr (excise tax) im Zusammenhang mit der Gesundheitsreform in den USA.
Die seit 2007 eingeführten Produkte generierten einen Nettoumsatz von 2 Mrd USD und verzeichneten damit bei konstanten Wechselkursen einen Zuwachs um 33% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Diese Produkte - unter anderem Lucentis, Exforge, das Exelon Pflaster, Exjade, Aclasta/Reclast, Rasilez/Tekturna, Tasigna, Afinitor, Onbrez Breezhaler, Ilaris, Fanapt und Gilenya - steigerten damit den Anteil am Divisionsumsatz gegenüber dem Vorjahresquartal von 20% auf 25%.
Unter den einzelnen Produktgruppen legten die Medikamente gegen Herz-Kreislauf- und Stoffwechselkrankheiten um 1% auf 2,19 Mrd USD zu. Der Absatz von Diovan sank um 3% auf 1,41 Mrd USD (-5% in kWk). Der Rückgang wird auf die erwarteten Auswirkungen eines Generikums in ausgewählten Märkten wie Spanien, Kanada und Brasilien sowie auf den Preisdruck zurückgezuführt. Die Produkte der Diovan-Gruppe hätten aber ihre Position als weltweit meistverkaufte Markenmedikamente zur Blutdrucksenkung behauptet und mit einem Anteil von 16,18% am Weltmarkt der Blutdrucksenker gemäss der Februar-Statistik des IMS nach wie vor Marktanteile gewonnen.
In der Onkologie wuchs der Umsatz um 8% (+6% in kWk) auf 2,60 Mrd USD. Starke Zuwachsraten hätten vor allem Glivec/Gleevec und Tasigna mit +2% in kWk auf 1,08 Mrd bzw. +75% auf 153 Mio erzielt. Unter den weiteren Produkten verdoppelten sich die Absätze von Afinitor gut auf 90 Mio USD.
In der Neurologie und mit Augenheilmitteln wurde ein Umsatz von 1,18 Mrd USD erarbeitet (+14%; +12% in kWk). Dem grössten Anteil daran hatte das Augenheilmittel Lucentis, dessen Umsatz um 18% in kWk auf 444 Mio stieg.
Im Weiteren wurden mit Medikamenten gegen Atemwegserkrankungen 248 Mio USD Umsatz (+27%; +28% in kWk) und mit Produkten in der integrierten Krankenhausversorgung Verkäufe von 819 Mio USD (+10%; +7% in kWk) erzielt.
Unter den einzelnen Regionen nahm der Absatz in Europa um 3% in kWk auf 2,8 Mrd USD zu. Daran hatten die jüngst eingeführten Produkte einen Anteil von 32%. Das Volumenwachstum belief sich auf 9 Prozentpunkte, der negative Preiseffekt durch Kostensenkungen wird auf 5 Prozentpunkte und durch Generika auf 1 Prouentpunkt veranschlagt. In den USA wuchs der Absatz um 2% auf 2,4 Mrd USD. Weitere 0,7 Mrd (+13% in kWk) trugen Lateinamerika und Kanada bei, 0,9 Mrd (+12%) Japan und 0,8 Mrd USD (+6%) die sechs wichtigsten Schwellenmärkte.
rt/gab

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