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Basel (awp) - Die Novartis AG ist im zweiten Quartal 2010 weiter stark gewachsen und hat die Erwartungen des Marktes in allen Belangen übertroffen. Als Folge dieser Entwicklung hat das Management die Umsatzprognose für den Gesamtkonzern für das laufende Geschäftsjahr erhöht; die Guidance für die Pharma-Division wurde bestätigt. Weiter will Novartis den Augenheilkunde-Konzern Alcon Inc. unverändert voll übernehmen. Der Kauf des 77%-Anteils von Nestlé soll Ende des dritten Quartals oder im vierten Quartal 2010 abgeschlossen sein; an der Anfang Jahr gemachten Offerte an die Minderheitsaktionäre hält Novartis trotz Opposition unabhängiger Alcon-Verwaltungsräte fest.
Der Nettoumsatz stieg in der Berichtsperiode um 11% auf 11'7 Mrd USD; in Lokalwährung betrug das Wachstum 12%. Das operative Ergebnis der Gruppe verbesserte sich um 25% auf 3,0 Mrd USD und der Quartalsgewinn um 19% auf 2,4 Mrd USD, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte.
"Ich freue mich, dass Novartis im zweiten Quartal 2010 erneut starke zweistellige Wachstumsraten erzielt und damit die Marktentwicklung übertroffen hat", sagte CEO Joseph Jimenez an einer Telefonkonferenz. "Unsere Ergebnisse beruhen auf unserem Erfolg mit Innovationen im gesamten Portfolio, wobei die jüngsten Produkte 21% des Konzernumsatzes generierten", so der CEO weiter.
Im ersten Halbjahr stieg der Konzernumsatz um 18% auf 23,8 Mrd USD, der Reingewinn verbesserte sich um 34% auf 5,4 Mrd USD.
NEUE PHARMAPRODUKTE ERREICHEN HÖHEREN UMSATZANTEIL
Die Pharma-Division steigerte den Umsatz im zweiten Quartal um 8% auf 7,7 Mrd USD. Die Umsätze der in den vergangenen zwei Jahren eingeführten Produkte stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal um 43% und erreichten einen Anteil am Bereichsumsatz von 21%, verglichen mit 16% in der Vorjahresperiode. Zur Expansion trugen alle Therapiebereiche bei. Dabei erzielte die Onkologie einen Umsatz von 2,5 Mrd USD, was in Lokalwährungen (LW) einer Steigerung um 11% entsprach. Hauptumsatzträger waren Glivec mit 1,1 Mrd USD (+ 8% in LW) und der Herz-Kreislauf-Blockbuster Diovan mit 1,6 Mrd USD (+1% in LW).
Das operative Bereichsergebnis stieg um 6% auf 2,3 Mrd USD. Der Rückgang der Gewinnmarge um 0,6 Prozentpunkte auf 30,5% wird auf die Kosten von 178 Mio USD für Rechtsstreitigkeiten zurückgeführt.
Unter den übrigen Konzernbereichen trug Consumer Health 1,5 Mrd USD (+7% in LW) zum Umsatz bei und 0,3 Mrd USD (+10% in LW) zum operativen Ergebnis. Bei Sandoz waren es 2,0 Mrd (+13% in LW) bzw. 0,4 Mrd USD (+20% in LW). Damit konnten in beiden Divisionen Effizienzsteigerungen erzielt werden.
Vaccines & Diagnostics (V&D) erreichte 0,6 Mrd USD Umsatz (+135% in LW) und weist einen operativen Verlust von noch 42 Mio USD, nach einem Verlust von 167 Mio USD im Vergleichsquartal aus. Für das Halbjahr wird bei V&D dank den Beiträgen der Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe ein operativer Gewinn von 797 Mio USD ausgewiesen, nach einem Verlust von 234 Mio USD. Die Division verspricht sich viel vom Meningitis-Impfstoff Menveo, dessen Verkauf in Schwellenländern und in den USA angelaufen ist; in der EU soll noch dieses Jahr ein Zulassungsantrag eingereicht werden.
KONZERN-GUIDANCE ERHÖHT
Basierend auf der "starken" Performance im ersten Halbjahr hat das Novartis-Management die Umsatz-Prognose auf Konzernebene für 2010 erhöht. Bei konstanten Wechselkursen wird neu ein Wachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich erwartet (ohne Alcon). Bisher wurde ein Nettoumsatzwachstum in LW im mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt. Dabei soll die operative Gewinnmarge und die operative Kerngewinnmarge des Konzerns voraussichtlich steigen, bekräftigt Novartis frühere Aussagen. Ebenfalls bestätigt wurde die Guidance für die Pharma-Division, wonach die Zuwachsrate in Lokalwährungen im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich ausfallen soll und der Kern-Betriebsgewinn deutlicher zulegen soll.
AKTIE LEICHT HÖHER
Die Novartis-Aktie war im Zuge des überraschen starken Zwischenergebnisses leicht gesucht. Bis um 15.35 Uhr steigen die Titel um 0,2% auf 53,85 CHF, notieren damit allerdings wieder deutlich unter dem bisherigen Tageshoch von 54,55 CHF. Zum Vergleich: Der SMI notiert unverändert; Roche GS legen um 0,8% zu. Roche publiziert das Halbjahresergebnis kommenden Donnerstag.
rt/uh

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