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Nycomed Q1: Umsatz rückläufig - Patentablauf für Pantoprazol belastet weiter

Dieser Inhalt wurde am 11. Mai 2010 - 11:58 publiziert

Zürich (awp) - Das Pharmaunternehmen Nycomed hat im ersten Quartal 2010 weiter unter dem Ablauf des Patents für sein Medikament Pantoprazol in Europa gelitten. Der Umsatz ging um 7,6% auf 776,4 Mio EUR zurück. Der operative Gewinn (EBIT) sank im Vergleich zum Vorjahreswert um 68,2% auf 41,6 Mio EUR, wie Nycomed am Dienstag mitteilte.
Der Bruttogewinn des privat gehaltenen Unternehmens lag in den ersten drei Monaten des Jahres mit 548,2 Mio EUR um 11,9% hinter dem Vorjahr zurück. Der EBITDA sank um 29,6% auf 212,6 Mio EUR. Bereinigt um ausserordentliche Posten - das waren im ersten Quartal vor allem Integrations-, Projekt- und Restrukturierungskosten - belief sich der EBITDA auf 233,1 Mio EUR (-24,1%).
Im ersten Quartal habe Nycomed bei den Kernprodukten sowie in den Schwellenländern weiter wachsen können. Das habe allerdings die negativen Auswirkungen des Patentablaufs bei Pantoprazol nicht ausgleichen können, so das Pharmaunternehmen. Auch bei seinen Partnerschaften mache Nycomed Fortschritte. Als erfreulich bewertet Nycomed zudem die positive Bewertung für das Medikament Daxas durch die europäische Arzneimittelbehörde (EMA).
Enttäuscht sei man dagegen über die Äusserungen des zuständigen Beratungsausschusses der FDA zu Daxas, so Nycomed. Allerdings gibt sich das Unternehmen davon überzeugt, dass die Bedenken des Ausschusses und der FDA vollständig ausgeräumt werden könnten.
Daneben habe eine Geschworenenjury in den USA die Gültigkeit des Patents für Pantoprazol in den USA bestätigt. Nycomed und ihr US-Partner Pfizer wollen nun die entstandenen Schäden in voller Höhe geltend machen, wie es weiter heisst.
Im Gesamtjahr 2010 erwartet Nycomed, dass es die vollen Auswirkungen des Verlusts der Marktexklusivität für Pantoprazol zu spüren bekommt. Zudem gehe man davon aus, dass die Behörden in einigen Märkten Druck auf die Preise von Pharmazeutika ausüben würden. Das Pharmaunternehmen erwartet Wachstum bei den Kernprodukten und in Schwellenländern und will die Markteinführung von Daxas vorbereiten.
tp/cf

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