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(insbesondere um Details zu den Segmenten ergänzt)
Pfäffikon (awp) - Der Industriekonzern OC Oerlikon hat im zweiten Quartal des laufenden Jahres gute Fortschritte auf dem Weg der Gesundung gemacht. Auftragseingang und Bestellungsbestand legten deutlich zu, der Konzernverlust konnte signifikant reduziert werden. CEO Michael Buscher zeigte sich gegenüber AWP denn auch "grundsätzlich zufrieden" mit der Leistung. Im zweiten Semester wird weiter der operative Break-Even erwartet, 2011 will die Gruppe dann auch unter dem Strich wieder schwarze Zahlen schreiben.
Der Konzernumsatz stieg im ersten Semester um 10% auf 1'573 Mio CHF. Der EBIT vor Restrukturierungskosten verbesserte sich auf -14 Mio nach -138 Mio CHF in der Vorjahresperiode. Nach Restrukturierung belief sich der EBIT auf -31 (-164) Mio CHF, das Konzernergebnis wird mit -50 (-99) Mio CHF ausgewiesen, wie einer Mitteilung vom Dienstag zu entnehmen ist.
Die weiter fortschreitende Erholung zeigt sich insbesondere im Bestellungseingang. Dieser stieg um 33% auf 2'101 Mio CHF, der Bestellungsbestand betrug damit per Ende Juni 1'430 Mio CHF nach 1'202 Mio zum Ende des ersten Quartals 2010 bzw. 1'145 Mio Ende der Vorjahresperiode.
Die ausgewiesenen Zahlen liegen bezüglich Umsatz im Rahmen, ansonsten über den durchschnittlichen Analystenerwartungen.
Die Gruppe befinde sich auf dem Weg der Erholung, heisst es weiter, operativ habe die Mehrzahl der Segmente in den zurückliegenden Monaten ein anhaltendes Wachstum gezeigt. Die wesentlichen Impulse für den Aufschwung sieht der Konzern dabei in den Wachstumsmärkten in Asien. "Wir sind auf gutem Weg, die Geschwindigkeit der Erholung ist erfreulich", wird Verwaltungsratspräsident Vladimir Kuznetsov zitiert.
Gute Fortschritte machte nicht zuletzt das Textil-Segment. Hier stieg der Bestellungseingang um 154% auf 1,2 Mrd CHF. Der Auftragsbestand lag zum Ende der Periode um 90% über dem Vorjahr. Der Segments-Umsatz erhöhte sich um 60% auf 430 Mio CHF, der EBIT betrug noch -9 Mio nach -118 Mio im Vorjahr. Im zweiten Semester wird mit einer moderaten Wachstumsrate für den Bestellungseingang und einem beschleunigten Umsatzwachstum gerechnet.
Gut gearbeitet haben auch die Segmente Coating, Vaccum und Advanced Technologies, welche alle ihre Umsätze steigerten und beim EBIT positiv abschlossen.
Weniger gut läuft es dagegen noch bei den Segmenten Drive Systems und Solar. Das Solarsegment verzeichnete einen Umsatzrückgang um 74% und erwirtschaftete einen EBIT von -60 Mio CHF. Bei Drive Systems konnte der Umsatz knapp gehalten werden, der EBIT verbesserte sich auf -15 Mio von -20 Mio CHF. Laut Mitteilung sind hier erste Markterholungstendenzen spürbar, was sich in einem höheren Bestellungseingang manifestiert habe.
Bezüglich der bisher angekündigten und eingeleiteten Restrukturierungsmassnahmen sieht sich Oerlikon auf Kurs. Per Ende Juni seien von den mehr als 700 identifizierten Massnahmen rund 85% bereits abgeschlossen. Unverändert besteht das Ziel, (auf Basis der Werte von 2008) bis Ende 2011 permanente Kosteneinsparungen in Höhe von rund 400 Mio CHF zu erreichen. Für das Gesamtjahr 2010 rechnet Oerlikon weiter mit Restrukturierungskosten von 50 bis 70 Mio CHF.
Weiter voran geht auch die finanzielle Gesundung. So betrug das Eigenkapital zum Stichtag 30. Juni 1'548 Mio CHF nach 520 Mio per Ende 2009. Die Nettoverschuldung reduzierte sich auf 503 Mio von 1'646 Mio CHF zum Jahresende. Der operative Geldfluss verbesserte sich im Berichtshalbjahr auf 130 Mio CHF, nach -28 Mio in der Vorjahresperiode.
Leicht angehoben wurde die Umsatzerwartung für das Gesamtjahr. So wird neu mit einem im Vergleich zum Vorjahr um rund 15% höheren Umsatz gerechnet, wobei die Bestellungseingänge im zweiten Halbjahr moderater wachsen dürften als im ersten Semester, so die Einschätzung.
Weiter soll auf operative Ebene im zweiten Halbjahr 2010 der Break-Even erreicht werden. Die Gruppe geht davon aus, dass bis auf Oerlikon Solar alle Segmente operativ (EBIT vor Restrukturierungskosten) zur Profitabilität zurückkehren bzw. diese weiter steigern werden. Oerlikon Solar sollte im zweiten Halbjahr einen deutlich geringeren Verlust erleiden und damit ebenfalls der Gewinnschwelle näher kommen.
gab/uh

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