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LONDON (awp international) - Der scheidende BP-Chef Tony Hayward hat sich gegen Vorwürfe gewehrt, sein Konzern gehe bei Ölbohrungen leichtfertig mit der Sicherheit um. "Die Sicherheit steht bei allen unseren Investitionen an erster Stelle", sagte Hayward am Mittwoch vor Abgeordneten des britischen Parlaments. "Bevor wir in irgendetwas investieren, investieren wir in die Sicherheit", sagte er. Hayward wird zum 1. Oktober als BP-Vorstandschef von Bod Dudley abgelöst.
Hayward war vorgeladen worden, nachdem im Golf von Mexiko die Explosion der Ölplattform Deepwater Horizon die grösste Ölkatastrophe in der Geschichte der USA ausgelöst hatte. In der Folge waren auch Sicherheitsbedenken gegen die BP-Aktivitäten in der Nordsee aufgekommen. Vor allem was den Ausbildungsstand der Mitarbeiter angeht, hatte es Vorwürfe gegen BP gegeben.
Auch die "Financial Times Deutschland" hatte noch am Mittwoch berichtet, in den vergangenen Jahren seien immer wieder Sicherheitsmängel festgestellt worden. Im Jahr 2009 etwa seien vier von fünf untersuchten Anlagen nicht ausreichend auf unerwartetes Auslaufen von Öl vorbereitet gewesen, zitierte die Zeitung am Mittwoch aus einem Bericht der britischen Umwelt- und Energieaufsichtsbehörde. So seien unter anderem Mitarbeiter nicht genug für den Ernstfall trainiert gewesen. Die Zeitung hatte Einsicht in die Behörden-Unterlagen gefordert.
BP-Manager gestanden die Fehler gegenüber dem Blatt und auch im Ausschuss zum Teil ein. Es sei richtig, dass einige der ausgebildeten Mitarbeiter "nicht in der vorgeschriebenen Zeit" an einem Auffrischungskurs teilgenommen hätten. Der Konzern wies jedoch darauf hin, dass man das Sicherheitskonzept seit einer Gesetzesänderung 2009 vollkommen überarbeitet habe. "Die ganze Industrie hat einen Prozess der Erneuerung ihrer Reaktionspläne auf ein Öl-Auslaufen durchgemacht." Hayward betonte, er glaube nicht, dass die angesprochenen Punkte zu einer Schwächung des Sicherheitskonzeptes bei den Nordsee-Operationen von BP hätten führen können./gür/dm/DP/tw

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