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WASHINGTON (awp international) - Die Versiegelung des Öllecks im Golf von Mexiko direkt an der Quelle im Meeresboden findet vielleicht nun doch nicht statt - weil sie nicht mehr nötig ist. BP führte am Donnerstag wichtige Tests durch: Der Konzern wollte herauszufinden, ob das Verstopfen des Bohrlochs von oben mit Zement bereits so erfolgreich war, dass auf den bisher geplanten "Bottom Kill" verzichtet werden kann.
Am Freitag solle entschieden werden, ob die Bohrungen des für das Manöver nötigen Nebenzugangs noch fortgesetzt werden, sagte der Einsatzleiter der Regierung, Thad Allen. "Wir könnten die Opfer unseres eigenen Erfolges geworden sein." Er sprach aber von einer nur "kleinen Möglichkeit", dass es nicht mehr zu dem "Finale" kommt.
Der Nebenzugang ist nur noch rund 10 Meter vom Ölreservoir rund 4000 Meter tief im Meeresgrund entfernt. Die Bohrarbeiten waren vor wenigen Tagen wegen schlechten Wetters unterbrochen worden.
In der vergangenen Woche hatte BP das Steigrohr im Meeresboden von oben mit Schlamm und Zement verstopft. Bisher ist geplant, als letzten Schritt die Quelle auf die gleiche Weise zu versiegeln, das heisst, Zement soll durch den Nebenzugang gepumpt werden. Dadurch soll vor allem sichergestellt werden, dass auch ein Hohlraum um das zur Quelle führende Bohrloch-Rohr völlig abgedichtet ist.
Wie Allen erläuterte, ist dies aber möglicherweise durch den "Top Kill", das Einleiten des Zements von oben, erreicht worden. So oder so werde der Ring versiegelt sein, sagte der Admiral. "Unsere Frage ist, ob das schon geschehen ist."/ch cc/DP/ang

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