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WASHINGTON/BERLIN (awp international) - Der nahende Tropensturm "Bonnie" zwingt die Helfer im Golf von Mexiko ihren Kampf gegen die Ölpest vorerst zu stoppen. Einsatzleiter Admiral Thad Allen ordnete in der Nacht zum Freitag den Abzug der meisten Schiffe und Plattformen über dem ramponierten Bohrloch des BP-Konzerns an. Die Kappe, die das Ölleck am Meeresboden seit einer Woche erfolgreich abdichtet, soll derweil bis auf weiteres verschlossen bleiben - auch wenn eine Beobachtung wegen des Sturms ""Bonnie" dann nicht möglich ist.
Für die nördliche Golfküste zwischen New Orleans (Louisiana) und Pensacola (Florida) wurde eine Sturmwarnungen herausgegeben. Das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami erwartet, dass der Tropensturm "Bonnie" vermutlich bis Sonntag im Gebiet der Umweltkatastrophe eintrifft. Allen rechnet mit den ersten Vorboten schon am Samstag. Bis zum Montag solle der Sturm dann voraussichtlich über die Stelle des Bohrlochs hinweggezogen sein.
Danach könnten die Dutzenden Schiffe sowie die beiden Plattformen, von denen aus die wichtigen Entlastungsbohrungen vorgenommen werden, an ihre Positionen zurückkehren, so Allen. Erst nach dieser Bohrung kann die Quelle vermutlich im August endgültig versiegelt werden.
Am Freitagnachmittag MESZ hatte das Frontensystem bereits den Süden Floridas erreicht und bewegte sich in Richtung Nordwesten. Der Sturm erreichte Geschwindigkeiten von 65 Stundenkilometer.
Als letzte sollen jene Schiffe abgezogen werden, die das versiegelte Bohrloch mit Unterwasser-Robotern und seismischen Detektoren beobachten, sagte Admiral Allen. Im schlimmsten Fall habe man die gestopfte Quelle für schätzungsweise 48 Stunden nicht im Blick. Die Schiffe und Plattformen würden für die Zeit des Sturms an eine sichere Stelle gebracht, sagte der Einsatzleiter.
Der Abzug ist aufwendig: Die 1500 Meter langen Steigrohre zwischen den Plattformen und dem Meeresboden müssen eingeholt und zerlegt werden.
Zuletzt hatte Ende Juni ein Sturm die Einsatzkräfte gezwungen, ihre Arbeit zu unterbrechen. Das Unwetter zog dann aber über die mexikanische Halbinsel Yucatán und verschonte das Gebiet der Umweltkatastrophe. Die Ölpest begann am 20. April mit einer Explosion auf der Ölbohrinsel "Deepwater Horizon".
Die Behörden gaben unterdessen ein Drittel des bislang für Fischer gesperrten Gebiets im Golf von Mexiko wieder frei. Untersuchungen hätten über die vergangenen 30 Tage hinweg keine Hinweise auf Öl ergeben, teilte die Einsatzleitung mit.
Der BP-Konzern sieht sich weiter mit heftiger Kritik konfrontiert. Am Donnerstag (Ortszeit) räumte das Unternehmen ein, dass ein weiteres Foto vom Einsatz gegen die Ölpest manipuliert wurde.
Es zeigt den Blick aus dem Inneren eines Hubschraubers. Im Original steht der Pilot auf dem Deck eines Schiffs oder auf einer Plattform. In der veränderten Fassung ist dieser Hintergrund entfernt. Damit sieht es so aus, als ob der Hubschrauber über Wasser fliegt und sich mitten in einem Einsatz befindet. Nach Bekanntwerden der Fälle wies BP seine Fotografen an, künftig darauf zu verzichten, fremde Bildmotive in Fotos einzufügen./fb/pz/DP/she

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