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Zürich (awp) - Der Industriekonzern OC Oerlikon hat im ersten Halbjahr Fortschritte auf dem Weg zur Gesundung gemacht. Auftragseingang und Umsatz legten im Vorjahresvergleich deutlich zu und der Konzernverlust konnte vom ersten zum zweiten Quartal klar verringert werden. Im zweiten Semester will die Gruppe den Break-even vor Restrukturierungskosten erreichen.
Noch im vergangenen Jahr sei die Oerlikon-Gruppe mit drastischen Umsatz- und Ertragsrückgängen konfrontiert gewesen und selbst ein Bankrott sei damals nicht auszuschliessen gewesen, erinnerte CEO Michael Buscher an der Halbjahreskonferenz in Zürich. Inzwischen zeige die Mehrheit der Segmente wieder deutliche Verbesserungen. Die Ausnahme bleibt allerdings die Solar-Division, die weiterhin tiefrote Zahlen schreibt.
STARKER BESTELLUNGSEINGANG
Erfreulich entwickelte sich im ersten Halbjahr insbesondere der Bestellungseingang, der um 33% auf 2'101 Mio CHF zunahm. Vor allem die Märkte in Asien mit den wieder erstarkten Textil- und Automobilbereichen hätten Unterstützung geboten, schreibt der Konzern. Der Umsatz stieg um 10% auf 1,573 Mrd CHF.
Unter dem Strich resultierte noch ein Betriebsverlust von 31 Mio CHF nach einem Verlust von 164 Mio CHF in der gleichen Periode des Vorjahres. Darin enthalten sind 17 Mio CHF für Restrukturierungsaufwendungen. Das Konzernergebnis wurde mit -50 (-99) Mio CHF ausgewiesen.
UNTERSTÜTZUNG DER ASIATISCHEN MÄRKTE
Im Textilbereich konnte Oerlikon die Bestellungen im ersten Halbjahr 2010 um 154% steigern. Unterstützung bot insbesondere die Erholung der chinesischen Textilindustrie. Der EBIT des Bereichs lag für das Halbjahr mit -1 Mio CHF allerdings noch knapp im Negativbereich.
Die Bereiche Coating, Vacuum und Advanced Technologies erreichten im ersten Semester wieder einen positiven EBIT, wogegen Drive Systems noch in der Verlustzone blieb. Die Solarsparte musste gar einen hohen operativen Verlust von 60 Mio CHF hinnehmen. Bis Ende Jahr will das Unternehmen seine neue Anlagengeneration für Dünnschicht-Solarmodule lancieren.
RESTRUKTURIERUNGEN AUF KURS
Mit seinen Restrukturierungsmassnahmen sieht sich Oerlikon auf Kurs. Per Ende des ersten Halbjahres seien von den mehr als 700 identifizierten Massnahmen rund 85% bereits abgeschlossen, sagte Buscher. Unverändert bestehe das Ziel, auf Basis der Werte von 2008 bis Ende 2011 permanente Kosteneinsparungen in Höhe von rund 400 Mio CHF zu erreichen. Für das Gesamtjahr 2010 rechnet Oerlikon weiter mit Restrukturierungskosten von 50 bis 70 Mio CHF.
Nach der finanziellen Restrukturierung zeigen sich auch die Bilanzzahlen deutlich verbessert. So betrug das Eigenkapital zum Stichtag 30. Juni 1'548 Mio CHF nach 520 Mio per Ende 2009. Die Nettoverschuldung reduzierte sich auf 503 Mio von 1'646 Mio CHF zum Jahresende. Auch die Aktionärsstruktur sei derzeit stabil, meinte Buscher.
BESTELLUNGEN VERLANGSAMEN SICH
Für das gesamte Geschäftsjahr 2010 erwartet Oerlikon einen im Vergleich zum Vorjahr rund 15% höheren Umsatz. Allerdings werde der Anstieg des Bestellungseingangs im Gesamtjahr etwas geringer ausfallen als noch im ersten Halbjahr. Weiter soll auf operativer Ebene im zweiten Halbjahr 2010 der Break-Even erreicht werden. Für 2011 wird dann die Rückkehr des Konzerns in die schwarzen Zahlen angestrebt.
An der Börse wurde das Resultat positiv aufgenommen. Analysten lobten insbesondere den Auftragseingang. Dieser sei in allen Divisionen - ausser Solar - über den Erwartungen ausgefallen, kommentierte etwa die ZKB. Auch der Reingewinn und der EBIT lagen zwar über den Erwartungen, die Analysten führten dies allerdings darauf zurück, dass weniger Restrukturierungskosten im ersten Semester verbucht wurden. Die Oerlikon-Aktie liegt am Dienstag gegen 13.45 Uhr bei einem Kurs von 4,34 CHF um 4,3% im Plus.
tp/uh

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