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NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben am Montag angesichts von Erfolgen der Rebellen in Libyen schwächer tendiert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete im Mittagshandel 115,11 US-Dollar. Das waren 48 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 61 Cent auf 104,79 Dollar.
Die Rückeroberung der wichtigen libyschen Ölhäfen Brega und Ras Lanuf durch die Rebellen habe offensichtlich Hoffnungen auf eine baldige Normalisierung der Öllieferungen verstärkt, schreibt die Commerzbank in einem Kommentar. Die Ölproduktion in den von den Rebellen kontrollierten östlichen Regionen des Landes soll sich derzeit auf lediglich 100.000 bis 130.000 Barrel pro Tag belaufen. Vor dem Ausbruch der Unruhen wurden im Osten Libyens rund 1 Million Barrel pro Tag und damit zwei Drittel der gesamten libyschen Ölproduktion gefördert. Eine baldige Rückkehr zu diesem Produktionsniveau ist laut Commerzbank angesichts der Zerstörungen an der Infrastruktur allerdings unwahrscheinlich.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist leicht gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel am Freitag im Durchschnitt 110,91 US-Dollar. Das waren zehn Cent mehr als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jsl/bgf

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