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NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben ihren am Donnerstag begonnenen Sinkflug zum Wochenausklang fortgesetzt. Am Freitagabend kostete ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent 104,43 US-Dollar. Das waren 2,83 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass Rohöl der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank unterdessen nur leicht um 75 Cent auf 90,63 Dollar.
Seit Donnerstag haben die Ölpreise damit um rund sieben (Brent) beziehungsweise rund vier Dollar (WTI) nachgegeben. Ausschlaggebend war die Ankündigung der Internationalen Energiebehörde IEA vom Donnerstag, im Juli 60 Millionen Barrel ihrer strategischen Ölreserven freizugeben. Begründet wurde das Vorgehen mit einer Angebotsknappheit angesichts der anhaltenden Krise in Libyen.
Marktbeobachter zeigten sich von dem Schritt der IEA überrascht. Die Ankündigung habe den Markt "durcheinander gewirbelt", kommentierte die Commerzbank. "Erst zum dritten Mal überhaupt seit ihrer Gründung im Jahr 1973 wurden die strategischen Ölreserven auf Geheiss der IEA angezapft." Bislang sei dies nur nach dem Golfkrieg 1991 und dem US-Hurrikan Katrina 2005 der Fall gewesen, unterstreichen die Experten der Frankfurter Bank.
Neben Lieferengpässen in Libyen bringt die Commerzbank weitere Motive der IEA ins Spiel: So könnten die Industrieländer auf die Weigerung des Ölkartells Opec reagiert haben, ihre Förderung anzuheben. Zudem dürfte die Aktion der IEA darauf abzielen, das seit langem hohe Preisniveau am Ölmarkt zu drücken. "Mittelfristig könnte sich die IEA-Entscheidung aber als Bumerang erweisen." So sei es fraglich, ob sich das mächtige Opec-Land Saudi-Arabien noch an seine Zusage gebunden fühle, die Ölproduktion kurzfristig auszuweiten.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist deutlich gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel (159 Liter) am Donnerstag im Durchschnitt 106,08 Dollar. Das waren 1,88 Dollar weniger als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./bgf/he

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