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OIL/Ölpreise tendieren uneinheitlich - Warten auf US-Lagerdaten

Dieser Inhalt wurde am 12. Mai 2010 - 13:06 publiziert

NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben am Mittwoch vor der Veröffentlichung der neuesten Lagerdaten aus den USA uneinheitlich tendiert. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Juni 76,13 US-Dollar. Das waren 24 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent kletterte hingegen um 59 Cent auf 81,08 Dollar.
Die Differenz zwischen dem Brent- und WTI-Ölpreis von über vier Dollar ist laut Commerzbank der höchste Wert seit über einem Jahr. Damals wie heute werde der nächstfällige WTI-Kontrakt durch hohe US-Lagerbestände in Cushing nach unten gedrückt. Die Commerzbank hält deshalb den Brentpreis derzeit für aussagekräftiger.
Gestützt werde der Ölpreis durch die jüngsten Prognosen. So hoben sowohl die Opec als auch das US-Energieministerium ihre Prognosen für die weltweite Ölnachfrage 2010 zuletzt leicht an. Trotz der Aufwärtsrevision der Nachfrageprognosen bestehe am Ölmarkt aber weiterhin ein Überangebot, weil auch das Angebot ausserhalb der Opec in diesem Jahr stärker steigen sollte als bislang erwartet. Im Gegensatz zu EIA und Opec habe die Internationale Energieagentur ihre Prognose unterdessen gesenkt. Mit ihrem erwarteten Nachfrageanstieg ist die IEA aber immer noch optimistischer als EIA und OPEC, heisst es bei der Commerzbank.
Am Nachmittag veröffentlicht das US-Energieministerium die Lagerdaten der vergangenen Woche. Der starke Anstieg der WTI-Terminkurve spreche für einen erneuten Lageraufbau, hiesst es bei der Commerzbank. Allerdings habe das American Petroleum Institute gestern mir einem geringer als erwartet ausgefallenen Lageraufbau bei Rohöl und Destillaten sowie rückläufigen Benzinvorräten überrascht. Profitiert hätten die Ölpreise davon aber nicht. Dies deute auf eine Stimmungswende am Ölmarkt hin. Dies spreche für einen weiteren Preisrückgang.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist unterdessen gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel am Dienstag im Durchschnitt 77,53 Dollar. Das waren 55 Cent weniger als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.
jha/bgf

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