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NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben ihren Höhenflug am Mittwoch vor dem Hintergrund der schweren Unruhen im Förderstaat Libyen fortgesetzt. Nachdem der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent bereits seit Beginn der Unruhen in Ägypten über der Marke von 100 US-Dollar verharrt, sprang auch der Preis für US-Rohöl erstmals seit etwa zweieinhalb Jahren wieder über diese psychologisch wichtige Marke. Wegen der angespannten Lage in Libyen und in weiteren Staaten des Nahen Ostens rechnen Rohstoffexperten zumindest kurzfristig mit weiter steigenden Ölpreisen.
Im Nachmittagshandel kostete ein Barrel (159 Liter) US-Öl der Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im April an der New Yorker Rohstoffbörse 100,59 Dollar. Das sind 96 Cent mehr als am Vortag. Auch an der Börse in London legte der Preis für Nordsee-Rohöl leicht um 37 Cent auf 115,79 Dollar zu.
Mittlerweile versucht die Internationale Energie-Agentur (IEA), die nervösen Ölmärkte etwas zu beruhigen. Angesichts der angespannten Lage in Nordafrika erwägt die Organisation den Rückgriff auf strategische Ölreserven. "Falls sich die Notwendigkeit ergibt, verfügen wir über substantielle Vorräte", sagte der IEA-Chefvolkswirt Fatih Birol der Financial Times Deutschland (Donnerstagsausgabe). Sie seien mehr als ausreichend, um die frühere Produktion Libyens von 1,6 Millionen Barrel täglich auszugleichen. "Wir können täglich zwei Millionen Barrel auf den Markt bringen, und das zwei Jahre lang ununterbrochen", sagte der Experte.
In den USA sind die Ölreserven in der vergangenen Woche unterdessen leicht gefallen. Die Reserven fielen laut dem US-Energieministerium um 0,4 Millionen auf 346,4 Millionen Barrel. Die Benzinbestände verringerten sich um 3,6 Millionen auf 234,7 Millionen Barrel. Die Destillate-Vorräte (Heizöl, Diesel) gingen ebenfalls zurück.
Mit dem jüngsten Höhenflug bei den Ölpreisen rückt ausserdem die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) immer stärker in den Fokus der Anleger. Rohstoffexperten des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) beziffern die freien Kapazitäten des Ölkartelles auf derzeit fünf Millionen Barrel pro Tag. Saudi-Arabien habe bereits die Fördermenge um 0,5 Millionen Barrel pro Tag erhöht und auch Kuwait habe angekündigt, bei weiteren Lieferausfällen aus dem Opec-Mitgliedsstaat Libyen die Produktion auszuweiten.
Unterdessen verbilligte sich Opec-Öl leicht. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel am Dienstag im Durchschnitt 108,27 Dollar. Das waren 23 Cent weniger als am Montag./jkr/jha/

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