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NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise sind am Donnerstag nach dem Anstieg am Vortag wieder unter Druck geraten. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im März kostete im Mittagshandel 86,72 US-Dollar und damit 61 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent sank um 9 Cent auf 97,82 Dollar.
Die am Mittwoch veröffentlichten Rohöllagerbestände in den USA hätten ein reichliches Angebot an Rohöl bei einer gleichzeitig schwachen Nachfrage gezeigt, schreibt die Commerzbank. Die starke Versorgung des US-Marktes mit Rohöl habe zu einer Ausweitung der Preisdifferenz zwischen Brent und WTI auf mehr als 10 US-Dollar beigetragen. Der ungewöhnlich grosse Preisabstand und der Umstand, dass die WTI-Terminkurve am vorderen Ende immer steiler wird, dürfte laut Commerzbank die Diskussion darüber neu entfachen, ob diese Ölsorte noch eine geeignete Benchmark für den weltweiten Ölmarkt ist. Die Fortführung der expansiven Geldpolitik durch die US-Notenbank habe den Ölmarkt hingegen nur kurzzeitig gestützt.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Donnerstag kostete ein Barrel (159 Liter) am Mittwoch im Durchschnitt 92,58 US-Dollar. Das waren 78 Cent mehr als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jsl/jkr

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