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WASHINGTON (awp international) - Die USA haben sich angesichts gestiegener Ölpreise grundsätzlich bereit gezeigt, ihre strategischen Ölreserven anzuzapfen. "Sollte die Situation es erfordern", werde man zu diesem Mittel greifen, sagte US-Präsident Barack Obama am Freitag in Washington. Allerdings stellten die jüngsten Preissteigerungen als Folge der Unruhen in Nordafrika und im Mittleren Osten noch keinen Notfall dar, der einen solchen Schritt auslösen würde.
Die Preise schwankten nicht nur wegen eines gesunkenen Angebots an Öl, sondern vor allem, weil auf den Weltmärkten gerade Unsicherheit über die politische Situation in der arabischen Welt herrsche. "Die Weltgemeinschaft kann Angebotsstörungen wie diese verkraften", sagte Obama. Die Reserven dienten dazu, bei echten Lieferausfällen die Versorgung sicherzustellen.
Dennoch werde seine Regierung alles tun, was sie könne, um die Kosten für Benzin in den USA wieder sinken zu lassen. Dazu gehöre auch, mögliche illegale Preiserhöhungen zu verfolgen. Die Regierung habe die Justizbehörden angewiesen, die Benzinanbieter zu überwachen und Manipulationsversuche zu verfolgen. "Niemand übervorteilt an der Zapfsäule arbeitende Familien", sagte er.
Obama bekräftige, dass die USA sich über lange Sicht von ihrer Öl-Abhängigkeit frei machen müsse. Das gelte vor allem für importiertes Öl. "Wir können der Tatsache nicht entfliehen, dass wir nur zwei Prozent des weltweiten Öls kontrollieren, aber mehr als ein Viertel konsumieren." Er wolle in seiner Amtszeit die inländische Ölförderung sowie die Produktion sauberer Energie forcieren. "Ich will das nicht dem nächsten Präsidenten überlassen", sagte er.
Die Benzinpreise in den USA sind seit Mitte Februar um rund 25 Prozent gestiegen - ein empfindliches politisches Thema in der Autofahrernation. Am Freitag kostete der Liter unverbleites Benzin im Landesschnitt 0,93 Dollar (0.67 Euro). Obama verwies darauf, dass der Preis im Sommer wegen der hohen Nachfrage aus aufstrebenden Ländern wie China sogar schon bei 1,08 Dollar pro Liter gelegen hatte. Vor einem Jahr lag der Preis wegen der Rezession dagegen bei nur 0,71 Dollar pro Liter.
Die strategischen Ölreserven waren Anfang der 70er Jahre als Reaktion auf den Ölschock durch das Embargo arabischer Staaten angelegt worden. Zuletzt wurden sie 2008 nach dem Zerstörungszug der Hurrikane "Gustav" und "Ike" im Süden der USA angezapft. Um die Reserven bei einem Versorgungsengpass anzuzapfen, braucht der Präsident keine Genehmigung des Kongresses./mcm/DP/fn

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