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RÜSSELSHEIM (awp international) - Der Führungswechsel beim sanierungsbedürftigen Autobauer Opel verzögert sich: Noch steht die für die Personalrochade erforderliche Zustimmung des Aufsichtsrats aus. Mitten in der tiefgreifenden Opel-Sanierung hat vor allem die Arbeitnehmerseite Bedenken am Umbau an der Unternehmensspitze. Eine Entscheidung wird nun frühestens am 11. April erwartet.
Eigentlich wollte die US-Konzernmutter General Motors (GM) ihren bisherigen Chefentwickler Karl-Friedrich Stracke zum 1. April auf den Chefposten der Adam Opel AG hieven. Gleichzeitig sollte der bisherige Vorstandsvorsitzende Nick Reilly an die Spitze des Opel-Aufsichtsrates wechseln - sowie als Chef des GM-Europageschäfts über Stracke installiert werden. Diesen Posten gab es zuletzt nicht.
Doch GM hat sich bei seinem ehrgeizigen Zeitplan verrechnet. In Europa müsse sich der Aufsichtsrat an zeitraubende Vorschriften halten, ist aus dem Gremium zu hören: "Wir wollen ja nicht, dass der neue CEO ein Aprilscherz wird." Derzeit befassen sich dem Vernehmen nach verschiedene Gremien des Aufsichtsrates mit der Personalie.
Die Debatten dürften kontrovers sein. Denn die Arbeitnehmerseite sieht durch die neue Struktur Mitbestimmungsrechte der Belegschaft gefährdet. "Wir müssen sehr klar sicherstellen, dass keine neue Ebene eingezogen wird. Eine Struktur über der Adam Opel AG lehnen wir ab", sagte Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz, der auch stellvertretender Vorsitzender im Aufsichtsrat des Autobauers ist.
Die Arbeitnehmer wollen verhindern, dass über Opel wieder eine General Motors Europe Organisation gestellt wird: "Die abschliessende Verantwortung für Opel-Vauxhall muss beim Vorstand der AG liegen. Das ist der Kasus Knaxus."
Erst wenn diese Frage geklärt ist, werde man sich über den personellen Vorschlag unterhalten. Derzeit lehnt Franz einen Kommentar zur Personalie Stracke ab. Er hatte damit gedroht, möglicherweise einen personellen Gegenvorschlag für die Spitze des Unternehmens zu unterbreiten./hqs/DP/chs

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