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Renens (awp) - Der Telekomkonzern Orange modernisiert das Mobilfunknetz in der Schweiz. Die Massnahmen sind Teil der Investitionen von über 700 Mio CHF, die während fünf Jahren in den Netzausbau fliessen. Grund ist der steigende Bedarf nach neuen Technologien und höheren Bandbreiten.
Unter Druck ist das Unternehmen nach Einschätzung von CEO Tom Sieber jedoch nicht. "Die Zeit für die Netzmodernisierung ist ideal. Orange verfügt grundsätzlich noch über ausreichend Kapazitäten, um den Bedürfnissen nach mobilem Internet und mobilen Multimediadiensten zu entsprechen", erklärte er am Dienstag gegenüber AWP.
Der Anbieter rüstet laut Mitteilung 3'000 GSM-Basisstationen und über 1'500 3G-Basisstationen auf, unter anderem mit neuer Mobilfunksoftware. Ein erster Schritt sei mit über 600 neuen 3G-Basisstationen bereits gemacht, entlang der Regionen Genf, Lausanne, Bern, Luzern, Basel, Zürich und St. Gallen, hiess es.
Das Projekt ist auf rund zwei Jahre veranschlagt, die Kunden dürften Sieber zufolge schon bald etwas merken. "Ab Juni sollten beginnend im Kanton Wallis sowie entlang der genannten Grossregionen fortlaufend Verbesserungen wahrnehmbar sein, zum Beispiel bei der Abdeckung innerhalb von Gebäuden wie auch beim Verbindungsaufbau und den Verbindungsgeschwindigkeiten", sagte der Orange-Chef.
Dabei könne sich der Fahrplan nach Regionen aber noch ändern, abhängig vom Fortschritt des Projektes sowie den Rahmenbedingungen, hiess es weiter. Einsparungen erzielt Orange laut CEO mit der Modernisierung vor allem beim Energieverbrauch des Netzes, dieser dürfte um rund 30% sinken.
Auf dem GSM-Netz soll die Datenübertragung mit EDGE steigen, in städtischen Gebieten könnte künftig mit dem Standard HSPA+ eine theoretische Verbindungsgeschwindigkeit von bis zu 42 Mbit/s erreicht werden. Dies hängt von der Anzahl Nutzer pro Mobilfunkzelle ab. Derzeit sind mit HSPA bis zu 7,2 Mbit/s möglich.
Auch soll das Orange-Netz für die neue Technologie LTE fit werden. Wann genau der Telekomanbieter damit an den Start geht, bleibt vorerst offen. "Es ist zu früh, bereits Einzelheiten zum LTE-Fahrplan bekannt zu geben", betonte Sieber. Mit der vierten Mobilfunk-Generation wären die Handynetze künftig gut zehnmal schneller.
Die gegen Jahresende erwartete Versteigerung der Mobilfunkfrequenzen in der Schweiz hat nach Bekunden des Orange-Chefs wohl keinen Einfluss auf das Projekt. "Wir gehen derzeit davon aus, dass die Auktion die Modernisierung unseres Mobilfunknetzes grundsätzlich nicht beeinflusst", sagte er.
Parallel treibt Orange 2011 den Kapazitätsausbau entlang der SBB-Hauptlinien voran. Die genauen Kosten hierfür, wie auch für die Netzmodernisierung, will der Anbieter mit Verweis auf die Gesamtinvestitionen nicht bekannt geben.
Gegenüber dem Wettbewerb hat das Unternehmen beim Mobilfunknetz Aufholbedarf, schenkt man dem Test der deutschen Fachzeitschrift "connect" (Ausgabe 11/2010) Glauben. Dort landete Orange hinter Swisscom und Sunrise auf Platz 3.
Orange hatte per Ende 2010 rund 1,57 Mio Kunden auf dem Mobilfunknetz und erzielte einen Umsatz von rund 1,30 Mrd CHF. Platzhirsch Swisscom kam auf 5,8 Mio Handykunden und einen Gesamtumsatz von knapp 12 Mrd CHF, während Sunrise 2,02 Mio Mobilfunkkunden und einen Gesamtumsatz von 2,05 Mrd CHF auswies.
cc/cf

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