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(Durchgehend ergänzt um weitere Angaben)
Altdorf (awp) - Das Immobilien- und Tourismusentwicklungs-Unternehmen Orascom Development (ODH) hat im ersten Quartal 2011 stark unter den politischen Unruhen in Ägypten gelitten. Während der Umsatz deswegen um mehr als die Hälfte einbrach, blieb der Gewinn nach Minderheiten nur noch knapp im schwarzen Bereich. Die Zahlen sollen allerdings kein Gradmesser für das Gesamtjahr sein, für welches sich das Unternehmen relativ zuversichtlich zeigt.
Der Bruttogewinn brach um 89% auf 4,0 Mio CHF ein und der Nettogewinn nach Minderheiten um 98% auf noch 0,6 Mio CHF. Eine ähnliche Entwicklung zeigt der operative Gewinn auf Stufe EBITDA, welcher um 92% auf 4,9 Mio CHF zurückfiel. Entsprechend reduzierte sich auf die EBITDA-Marge auf 10 von 48% markant. Der Gesamtumsatz schrumpfte auf weniger als die Hälfte und erreichte noch 52,9 Mio CHF, wie die an der SIX Swiss Exchange kotierte Gesellschaft des ägyptischen Hotelinvestors Samih Sawiris am Montag mitteilte.
Damit hat Orascom die Erwartungen der Analysten zumindest mit dem Umsatz klar verfehlt, während der knappe Reingewinn in etwa im Rahmen der Schätzungen lag. Die Prognosen für den Umsatz lagen bei 75,0 Mio CHF (ZKB) und bei 66,0 Mio (UBS), für den Reingewinn nach Minderheiten sah die UBS einen positiven Wert von 1,0 Mio CHF und die ZKB einen Verlust von 0,8 Mio.
Die Ergebnisse im ersten Quartal seien stark von den politischen Unruhen in Ägypten geprägt gewesen, während die Resultate in den übrigen Destinationen solide ausgefallen seien, begründet Orascom den starken Rückgang von Umsatz und Gewinn.
Im Segment Hotel ging der Umsatz um 40% auf 28 Mio CHF zurück. Dies, da die Belegungsrate in Ägypten wegen der politischen Unruhen auf 42% zurückfiel, während der durchschnittliche Zimmerpreis auf 48 von 55 CHF sank. Kurz nach dem Ende des dritten Quartals habe die Auslastung in Ägypten allerdings schrittweise wieder angezogen.
"Per Ende Mai lag die Auslastung in El Gouna am Roten Meer aber auch gruppenweit wieder bei knapp 50% und sie zeigt eine gute Tendenz", erklärte dazu ODH-Sprecher Philippe Blangey gegenüber AWP. Da die Anzahl Flugverbindungen aber reduziert bleibe, weil Kapazitäten an andere Destinationen vergeben worden seien, werde es Zeit brauchen, bis diese Kontingente wieder für Ägypten bereit gestellt würden.
In den Hotels in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie in Jordanien ist gemäss der Mitteilung dafür eine Leistungsverbesserung gelungen, wobei sich die Belegungsrate auf 77% von 58% erhöht habe.
Im Bereich "Immobilien und Bau" reduzierten sich die Erträge um 71% auf 13 Mio CHF. Die Bauaktivitäten in Ägypten hätten während rund 50 Tagen ausgesetzt werden müssen, weshalb in dieser Zeit auch keine Umsätze verbucht werden konnten. So mussten eingeplante Umsätze aus Vorverkäufen von rund 33 Mio CHF zeitlich verschoben werden. Ausserdem seien Reservationen von Immobilien in der Höhe von 50 Mio CHF noch nicht als Vorverkäufe aktiviert worden, da administrative Arbeiten noch nicht abgeschlossen seien. Diese Vorverkäufe sollen im zweiten Quartal buchhalterisch erfasst werden.
Im Ausblick auf das Gesamtjahr zeigt sich ODH vergleichsweise zuversichtlich. Die Resultate im ersten Quartal seien für das Geschäftsjahr 2011 "nicht indikativ", einerseits wegen der ausserordentlichen Situation in Ägypten und andererseits wegen der Saisonalität im Geschäftszyklus. Das dritte und vierte Quartal seien erfahrungsgemäss stärker und würden einen massgeblichen Beitrag zu Umsatz und Gewinn des Unternehmens leisten.
Gleichzeitig hätten die Unruhen in Ägypten und der arabischen Welt die Planbarkeit des Geschäfts in der Region vermindert.
Die Expansion der internationalen Aktivitäten werde indes ohne Unterbruch weitergehen und es sei zu erwarten, dass die Immobilien-Vorverkäufe auf gutem Niveau blieben. ODH geht weiter davon aus, dass die geografische Diversifikation der Umsätze anhält und das Geschäft damit breiter abgestützt wird.
In den letzten Wochen habe sich zudem die Situation in Ägypten stabilisiert, was zu erhöhten Belegungsraten in den ägyptischen Hotels sowie zu anziehenden Bauaktivitäten geführt habe.
Anlässlich der Bilanzmedienkonferenz im April hatte Orascom für das Gesamtjahr einen Rückgang der Hotelumsätze um 30% sowie eine negative Auswirkung auf das Ergebnis von 15% prognostiziert. An dieser Prognose wollte Blangey indes nicht festhalten. Wegen der eingeschränkten Visibilität werde im Ausblick auf das Gesamtjahr auf eine konkrete Prognose verzichtet. Er bestätigte aber das Verkaufsziel für das Projekt in Andermatt für 2011 von 120 Mio CHF.
cf/cc

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