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FRANKFURT (awp international) - Die bisherige Siemens- Lichtsparte Osram will sich mit ihrem für Herbst geplanten Börsengang für eine Verbreiterung der Wertschöpfungskette wappnen. Im Leuchtengeschäft sei "weitere Phantasie drin", sagte der neue Osram-Chef Wolfgang Dehen der "Börsen-Zeitung" (Mittwochausgabe).
Auch in Asien sieht Dehen Expansionschancen. Die Region repräsentiere mehr als ein Drittel des globalen Lichtmarktes: "Wenn ein Drittel des Geschäfts in Asien ist, dann muss man halt vor Ort sein - und zwar mit seiner kompletten Wertschöpfungskette, wie ich meine." In China stehe bereits die grösste Osram-Fabrik mit 4.500 Beschäftigten und in Malaysia habe das Unternehmen seine grösste LED-Fabrik. Ein Zweitlisting in Asien sei zwar nichts für die nähere Zukunft, allerdings werde man ohne Hast über sinnvolle Optionen nachdenken.
Der Mutterkonzern Siemens will Osram wohl im Herbst an die Börse bringen. Der Lichtspezialist wird von Analysten mit mehr als 5 Milliarden Euro bewertet. Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete das Unternehmen bei einem Umsatz von 4,7 Milliarden Euro einen operativen Gewinn von 569 Millionen Euro. Und das Geschäft brummt weiter: In der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres stieg der Erlös um 12 Prozent und der Gewinn nach Steuern von 180 Millionen Euro auf 199 Millionen Euro. Dehen bezeichnete die Ergebnisse als "sehr zufriedenstellend". Siemens will sich von den Aktivitäten trennen, weil erwartete technologische Umwälzungen einen hohen Kapitaleinsatz erfordern.
Für den Übergang von der klassischen Glühlampe zu LED-Produkten sieht sich Osram dennoch gut gerüstet. Im Vergleich zu LED-Spezialisten habe man den Vorteil, Geschäftszyklen innerhalb des Portfolios ausgleichen zu können, unterstrich Dehen: "Dieser Vorteil wird belegt durch die Entwicklung von Osram in den vergangenen drei Quartalen im Vergleich zum Wettbewerb." Die Volatilität habe man nicht voll abbekommen. Die Börsenbewertung beispielsweise des LED-Konzerns Cree ist aufgrund eines mehr als halbierten Quartalsgewinns (27. März) seit Jahresanfang um gut ein Drittel eingebrochen.
Osram hatte in der Krise 2009 ebenfalls mit einem Umsatz- und Gewinnrückgang zu kämpfen. Dehen will das Geschäft gegen künftige Einbrüche wappnen, indem er die Branchenaufstellung erweitert. Bisher ist Osram vor allem in der Automobilindustrie stark vertreten.
Grundsätzlich erwartet der Konzernchef, dass sich der Börsengang positiv auf Osram auswirkt: "Der Ansporn steigt, etwas schneller zu laufen, wenn man im Rampenlicht steht." Dehen zufolge hat das Unternehmen Aufholpotenzial in der Kundenorientierung: "Ich schreibe mir auf die Fahne, die Vorstellung der Kunden noch stärker in die Produkte und Lösungen einzuarbeiten." Der frühere Chef des Siemens-Sektors Energie, der Anfang April sein neues Amt antrat, will die Firma auch nach dem Börsengang führen: "Mein Engagement als Chef von Osram ist langfristig angelegt."/stb/dct/wiz

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