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Basel (awp) - Der Transport- und Logistikkonzern Panalpina hat im vergangenen Geschäftsjahr 2010 im Sog der weltweiten Konjunkturerholung zugelegt. Sowohl bei der See- als auch bei der Luftfracht rang der Konzern der Konkurrenz Marktanteile ab. Dennoch schreibt das Unternehmen weiterhin rote Zahlen. Eine Busse wegen Wettbewerbsverstössen in den USA belastet das Reinergebnis. Der Konzern will denn auch wie im Vorjahr erneut keine Dividende entrichten. Für die Zukunft gibt sich Panalpina optimistisch und rechnet mit weiteren Marktanteilsgewinnen.
Der Nettoumsatz stieg im Berichtsjahr um ein Fünftel auf 7,16 Mrd CHF. Sowohl in der Luft- als auch in der Seefracht wurde ein zweistelliges Volumenwachstum erzielt und Marktanteile dazu gewonnen. Der Marktanteil bei Luftfracht stieg auf 2,8% von 2,7% im Jahr 2009 und derjenige der Seefracht auf 2,4% von 2,3%, sagte Finanzchef Marco Gadola bei der Bilanzpressekonferenz am Mittwoch. Auch die Produktivität - das Speditionsunternehmen bezeichnet die abgewickelten Sendungen pro Mitarbeiter als solche - kletterte 2010 um 12%.
Der Bruttogewinn 2010 verbesserte sich um 7,5% auf 1,48 Mrd CHF. Das höchste Bruttogewinnwachstum wurde in der Region Asien-Pazifik mit mehr als 20% sowie in Lateinamerika mit fast 8% erwirtschaftet. Die Region Europa, Naher Osten, Afrika und GUS, die mehr als die Hälfte zum Bruttogewinn beiträgt, wuchs um 4%, ebenso die Region Nordamerika.
ROTE ZAHLEN NACH BUSSEN WEGEN WETTBEWERBSVERSTÖSSEN
Das Reinergebnis nach Minderheiten rutschte wegen einmaliger Sondereffekte aus Rechtsstreitigkeiten ins Minus und liegt bei -27,4 Mio CHF, nach einem Gewinn von 8,5 Mio CHF im Vorjahr. Die sonstigen Betriebsausgaben stiegen um mehr als ein Viertel auf 527 Mio CHF, was im Wesentlichen auf die Bussen im Zusammenhang mit Wettbewerbsverstössen in den USA und Verstösse gegen den US Foreign Corrupt Practices Act (FCPA) zurückzuführen sei.
Hinsichtlich einer Strafzahlung aus dem laufenden EU-Verfahren gibt sich das Unternehmen optimistisch. "Es ist schwierig eine Zahl zu nennen, aber sie dürfte deutlich kleiner sein als zuletzt", sagte Verwaltungsratspräsident Rudolf Hug. Der Speditionskonzern wartet noch auf einen Entscheid bezüglich der von der EU-Wettbewerbskommission angestrengten Untersuchung. "Das Verfahren läuft besonders langsam", so der VRP. Erst in der ersten Jahreshälfte des kommenden Jahres rechnet Hug mit einer Entscheidung.
NICHT ÜBEREUPHORISCH FÜR GESCHÄFTSJAHR 2011
Das Jahr 2010 habe sich sehr gut für die Gruppe entwickelt, kommentierte CEO Monika Ribar die Bilanz. "Für 2011 sind wir nicht übereuphorisch", so die Konzernchefin. Das Marktwachstum für Luft- und Seefracht wird mit 5-6% bzw. 6-7% angenommen. Konkurrent Kühne + Nagel hatte zuletzt ein ähnliches Marktwachstum angenommen, und will selbst in der Seefrachtsparte ein Volumenwachstum von 15% und in der Luftfracht eines von 12% erzielen.
Zudem sollen weitere Marktanteile dazugewonnen werden. "Wir prüfen derzeit verschiedene Optionen", sagte Ribar. Die Strategie für Zukäufe sei unverändert. Man suche weiterhin nach Unternehmen, die in lokalen Märkten stark seien, sagt Ribar. Die möglichen Kaufobjekte müssten von der Struktur her aber zu Panalpina passen, ergänzte sie. Übernahmen kann sich Ribar weltweit vorstellen. "Wir sind geographisch offen." Panalpina sei zwar überall vertreten, habe jedoch Potenzial, um sich zu verbessern.
KEINE EIGENES LANDVERKEHRSNETZ
Den Einstieg in den Landverkehr schliesst Ribar aus. "Wir werden keine eigenes selbstorchestriertes Landverkehrsnetz aufbauen."
Die Titel tendieren gegen Mittag bei einem knapp behaupteten Gesamtmarkt schwächer. Beobachter machen den vagen Ausblick, den Dividendenverzicht und die geringen Gewinne von Marktanteilen im Vergleich zu Konkurrenten als Kursbremse aus.
ps/rt

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