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(Meldung durchgehend ausgebaut)
Basel (awp) - Beim Logistikkonzern Panalpina ist 2009 der Gewinn massiv um über 90% eingebrochen. Das Unternehmen reagierte mit strikten Kosteneinsparungen auf den harschen Einbruch der globalen Handelsmengen. Die Massnahmen konnten den drastischen Rückgang der Volumen und den raschen Anstieg der Einkaufspreise in der zweiten Jahreshälfte jedoch nicht ausgleichen. Die Aktionäre müssen auf eine Dividende verzichten.
Der Nettoumsatz sank im Berichtsjahr um 32,9% auf 5'957,9 Mio CHF. Im vierten Quartal indes belebte sich das Geschäft wieder: Die transportierten Volumen stiegen im Vergleich zum Vorquartal um 11%. Vor dem Hintergrund stark steigender Frachtraten sank jedoch der Bruttogewinn pro beförderter Einheit im vierten Quartal sowohl in der Luft- als auch in der Seefracht um mehr als 30%. In der Folge verminderte sich der Bruttogewinn gegenüber dem Vorquartal um 8%.
Insgesamt nahm der Bruttogewinn 2009 um 20,9% auf 1'376,9 Mio CHF ab. Beim EBITDA blieben noch 79,7 (VJ 240,7) Mio und beim EBIT 29,9 (193,0) Mio CHF übrig. Der Reingewinn ging um 90,8% auf 10,4 Mio CHF zurück. Der Gewinn nach Minderheiten belief sich auf 8,5 Mio CHF. Mit den gezeigten Zahlen hat Panalpina die Markerwartungen ungefähr erfüllt.
Panalpina beförderte im Berichtsjahr 731'000 Tonnen Luftfracht, 19% weniger als 2008. Die transportierten Einheiten in der Seefracht nahmen um 14% auf 1'103'000 ab. Panalpina habe unter dem Umstand gelitten, dass es einen relativ hohen Anteil von Grossunternehmen unter seinen Kunden habe. Diese hätten ihr Handelsvolumen "erheblich" zurückgefahren. Auch die FCPA-Untersuchung durch das US-Justizministerium habe zu "gewissen" Geschäftseinbussen geführt.
Die Einstellung des Nigeria-Geschäfts schmälerten den Bruttogewinn um 42 Mio CHF. Teuer zu Buche schlugen auch die laufenden Untersuchungen wegen Kartell- und Korruptionsvorwürfen. Rechts- und Beratungskosten minderten den EBITDA um 55 Mio CHF.
Kosten hat Panalpina 2009 vor allem bei den Mitarbeitern eingespart: Der Personalaufwand ging auf 879 Mio von 992 Mio CHF im Vorjahr zurück. Das Unternehmen hat im Berichtsjahr 1'857 Vollzeitstellen oder 12% der Belegschaft abgebaut. Insgesamt sank die Kostenbasis um 204 Mio CHF, Währungseinflüsse ausgerechnet betrugen die Einsparungen 147 Mio CHF. Panalpina hatte ursprünglich Kosteneinsparungen von 130 Mio CHF in Aussicht gestellt.
Wenig Neues gibt es in Sachen Kartell- und Korruptionsvorwürfen. Kartellbehörden in der Schweiz, der EU, den USA und Neuseeland ermitteln gegen Panalpina. Das Unternehmen kooperiere voll und ganz mit den Ämtern. Von der Europäischen Kommission sei inzwischen eine vorläufige Einschätzung des Sachverhaltes eingegangen.
Eine Prognose über den Ausgang des Verfahrens der Europäischen Kommission und eventuelle Bussgelder sei jedoch nicht möglich. Daher habe Panalpina weiterhin keine Rückstellungen gebildet.
Die FCPA-Untersuchung bezüglich Korruptionsvorwürfen sei "im Wesentlichen" abgeschlossen, so Panalpina. Im Dezember 2009 habe das Unternehmen Vergleichsverhandlungen mit den US-Behörden aufgenommen. Dieser Prozess könne mehrere Monate bis zu seinem Abschluss in Anspruch nehmen. Auch hierfür habe Panalpina keine Rückstellungen gebildet, weil die finanziellen Auswirkungen nicht abschätzbar seien.
Panalpina verzichtet auch dieses Jahr auf einen konkreten Ausblick. Das Unternehmen glaube aber an eine moderate Erholung des Luft- wie auch des Seefrachtmarkts mit Wachstumsraten im mittleren einstelligen Bereich. Panalpina zeigt sich zuversichtlich, mindestens mit dem Wachstumstempo des Marktes Schritt zu halten. Der Konzern werde weiterhin sein Augenmerk auf ein profitables Wachstum legen und das straffe Kosten- und Cashmanagement fortsetzen.
Die zuletzt getätigten Schritte auf der Beschaffungs- und Verkaufsseite wie auch bei der Organisationsstruktur dürften sich positiv auf das Ergebnis 2010 auswirken, zeigt sich das Unternehmen überzeugt.
ra/gab

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