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Zürich (awp) - Der auf Privatmarkt-Produkte spezialisierte Vermögensverwalter Partners Group hat im vergangenen Geschäftsjahr von einem starken Finanzergebnis profitiert. Insbesondere Gewinne aus Währungsabsicherungs-Geschäften haben den Gewinn im Vergleich zum Vorjahr in die Höhe schnellen lassen. Demgegenüber wurde die Gruppe auf operativer Ebene etwas vom starken Franken sowie steigenden Kosten zurückgebunden. Für das laufende Jahr gibt sich der Vermögensverwalter optimistisch und hat sein Neugeldziel bestätigt.
Das Management zeigte sich am Montag in Zürich vor Analysten und Medienvertretern zufrieden mit dem Erreichten. "2010 war ein gutes Jahr und wir haben viel erreicht", gab CEO Steffen Meister zu Protokoll. Auch den Neugeldzufluss von 4 Mrd Euro im vergangenen Jahr, der bereits seit Januar bekannt ist, bezeichnete er als "solide". Für 2011 rechnet Meister in diesem Bereich mit einer Verbesserung und bestätigte vor diesem Hintergrund das Ziel, im laufenden Jahr Neugeld von 4 bis 5 Mrd EUR zu generieren.
Zudem rechnet der CEO damit, dass Partners Group gemessen an den Kundengeldern auch mittelfristig schneller als der Markt wächst. Die Wachstumsraten dürften aber etwas zurückkommen, so Meister.
ORGANISCHES WACHSTUM WEITER IM ZENTRUM
Wachsen will der Vermögensverwalter auch künftig vor allem organisch. Im Zentrum stehe die Rekrutierung von jungen Talenten, so das Management. Zukäufe kann sich die Gruppe aber dennoch vorstellen - allerdings nur wenn der Preis und die Unternehmenskultur stimmt. Im Fokus stünden dabei in erster Linie kleinere lokale Spezialisten in Märkten, in denen man noch nicht vertreten sei, so die Partners Group-Führung.
Ausbauen will die Gruppe ihr Filialnetz und ihren Personalbestand. In den nächsten Jahren dürfte das Filialnetz auf 20 Standorte anwachsen und der Personalbestand bei etwa 1'000 Mitarbeitern liegen, so die Prognose. Heute beschäftigt die Gruppe an 14 Standorten mehr als 450 Mitarbeiter.
OPERATIVES ERGEBNIS VOM STARKEN FRANKEN UND STEIGENDEN KOSTEN ZURÜCKGEBUNDEN
Die Erträge summierten sich in der Berichtsperiode auf 376 Mio CHF (+16%). Dabei hätten die Bereiche Private Debt, Private Real Estate und Private Infrastructure alle "substanziell höhere" Umsätze verzeichnet, während die Einnahmen aus dem Segment Private Equity aufgrund des nachgebenden Euros gegenüber dem Schweizer Franken etwas weniger stiegen, erklärte der Vermögensverwalter.
Deutlich mehr Ertrag generierten im Vergleich zum Vorjahr die nicht wiederkehrenden Gebühren, die um 91% auf 62 Mio CHF anstiegen. Demgegenüber verzeichneten die wiederkehrenden Erträge lediglich ein Plus von 7% auf 314 Mio CHF.
Im operativen Ergebnis auf Stufe EBITDA haben neben dem starken Franken auch die steigenden Kosten (+30%) Spuren hinterlassen. So stieg der EBITDA im Jahresvergleich mit 10% auf 250 Mio CHF weniger stark als der Ertrag und die EBITDA-Marge sank auf 66% nach 70% im Vorjahr.
FINANZERGEBNIS TREIBT GEWINN - DIVIDENDE ERHÖHT
Dass die Gruppe dennoch einen Gewinnsprung von 44% auf 302 Mio CHF ausweisen kann, verdankt sie dem starken Finanzergebnis über total 78,3 Mio CHF. Alleine Währungsabsicherungs-Geschäfte spülten der Gruppe im vergangenen Jahr 32,2 Mio CHF in die Kasse. Daneben profitierte der Vermögensverwalter von Gewinnen aus eigenen Anlagen (29,3 Mio CHF) und vom Zinsergebnis (16,7 Mio CHF).
Angesichts dieser "erfreulichen" Unternehmensentwicklung sowie des "positiven" Marktausblicks will der Vermögensverwalter die Dividende auf 5,00 CHF pro Aktie nach 4,50 CHF im Vorjahr erhöhen.
AKTIEN MIT LEICHTEN AUFSCHLÄGEN
An der Börse haben die Zahlen von Partners Group keine grossen Wellen geworfen. Bis gegen 12.50 Uhr gewinnt das Papier rund 0,2% auf 166,80 CHF. Von den meisten Analysten wird das Zahlenset insgesamt als solide beurteilt. Allerdings zeigen sich die Experten über das Ausmass der Absicherungsgewinne überrascht, die so niemand auf der Rechnung hatte.
pf/ps

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