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(Ergänzt um weitere Angaben zum Geschäftsverlauf)
Zug (awp) - Die Raffineriebetreiberin Petroplus hat im zweiten Quartal 2010 einen höheren Umsatz erzielt und bereinigt um Veränderungen des Ölpreises auch beim Gewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum etwas zugelegt. Gemäss IFRS-Erfolgsrechnung resultierte jedoch ein deutlicher Verlust. Für das dritte Quartal sind keine grösseren Revisionsmassnahmen vorgesehen, die das Ergebnis belasten würden.
Von April bis Juni verbesserte sich der Umsatz auf 4'915,9 (VJ 3'631,4) Mio USD. Der Bruttogewinn belief sich auf 252,3 (539,6) Mio USD und der operative Verlust auf 33,8 (VJ Gewinn 253,9) Mio USD. Der Reinverlust nach IFRS lag bei 119,1 Mio USD, nach einem Vorjahresgewinn von 205,0 Mio USD, wie die Gesellschaft am Mittwoch mitteilte.
Der Verlust aus den laufenden Geschäften wird mit 118,9 (VJ-Gewinn 199,1) Mio USD ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden grossenteils angepasst, um die Auswirkungen der eingestellten Aktivitäten in der Raffinerie Teesside und der Anlagen in Antwerpen darzustellen.
Bereinigt um Lagerbewertungseffekte durch Veränderungen des Ölpreises resultierte ein Reingewinn von 35 (10) Mio USD. Das Unternehmen bezifferte diese Lagerbewertungseffekte für das zweite Quartal 2010 in einer Präsentation auf netto -108 Mio USD. Der entsprechend bereinigte Refining & Marketing EBITDA wird mit 195 Mio USD angegeben.
Damit hat Petroplus beim bereinigten Reinergebnis leicht über den Markterwartungen abgeschnitten. Analysten hatten mit 33 Mio USD gerechnet. Der bereinigte Refining & Marketing EBITDA wurde bei 179 Mio USD gesehen und bei den Lagerbewertungseffekten waren die Experten von -25 bis -150 Mio USD ausgegangen.
Bessere europäische Raffinations-Margen im zweiten Quartal seien durch eine reduzierte Verarbeitungskapazität aufgrund der geplanten Revisionsmassnahmen der Cressier-, Reichstett- und BRC-Raffinerien teilweise abgeschwächt worden, wird CFO Karyn Ovelmen in der Mitteilung zitiert.
Die wichtigen Wartungsarbeiten seien mit einem guten Sicherheitsstandard abgeschlossen, kommentierte CEO Jean-Paul Vettier. Während die Revisionen der Cressier- und Reichstett-Raffinerien wie geplant abgeschlossen wurden, sei die Inbetriebnahme der BRC-Raffinerie nur mit einigen Verzögerungen erfolgt. Petit Couronne und Ingolstadt hätten ebenfalls ungeplante Ausfallzeiten bei einem Teil der Anlagen verzeichnet.
Die Nettobarposition per Ende Juni lag bei rund 175 Mio USD und die verfügbaren Kredite im Rahmen der laufenden Kapitalfazilitäten bei rund 600 Mio USD. Der Nettoverschuldungsgrad wird mit 43% ausgewiesen, was einen stabilen Wert gegenüber Ende März 2010 darstellt.
Vorerst keine Angaben machte das Unternehmen zur Zukunft der Raffinerie Reichstett in Frankreich. Eine Entscheidung sollte bis Anfang August fallen, hatte Petroplus im Mai erklärt. Dies schliesse auch einen Verkauf ein, hiess es damals. Sollte sich kein Interessent finden, stehe die Fortführung der Tätigkeit oder eine Schliessung zur Debatte.
Mit Blick auf die weitere Entwicklung gab das Unternehmen nun bekannt, für das dritte Quartal seien keine grösseren Revisionsmassnahmen vorgesehen. Für diesen Zeitraum wird eine Verarbeitungskapazität von 610'000 Barrel pro Tag erwartet. Petroplus besitzt und betreibt momentan sechs Raffinerien in ganz Europa, diese haben eine Rohölverarbeitungskapazität von insgesamt rund 752'000 Barrel pro Tag.
cc

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