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PITTSBURGH (awp international) - Schon wieder wechselt eine grössere Bank in den Vereinigten Staaten ihren Besitzer. Der örtliche Finanzkonzern PNC kauft der Royal Bank of Canada (RBC) für 3,45 Milliarden Dollar (2,4 Mrd Euro) ihr US-Privatkundengeschäft ab. Mit der Übernahme stosse PNC tiefer in den Südosten des Landes vor, begründete PNC-Chef James Rohr am Montag in Pittsburgh die Übernahme.
Die Royal Bank of Canada besitzt 424 Filialen in North und South Carolina, Florida, Alabama, Georgia und Virginia. PNC wird nach der Übernahme insgesamt 2870 Standorte haben und damit nach eigenen Angaben das fünftgrösste Filialnetz des Landes betreiben. Bis zum März kommenden Jahres soll das Geschäft über die Bühne gehen.
Es ist der zweite milliardenschwere Bankverkauf binnen weniger Tage. In der vergangenen Woche hatte Capital One Financial dem niederländischen Finanzkonzern ING dessen US-Direktbank-Tochter für 9,0 Milliarden Dollar abgekauft. Sowohl PNC als auch Capital One gehören zur zweiten Reihe der grossen US-Banken. Sie sind ausserhalb der Grenzen kaum bekannt, aber im heimischen Privatkundengeschäft stark.
Seit der Finanzkrise schrumpft die Zahl der US-Banken drastisch. Hunderte mittlere und kleinere Institute sind pleite gegangen und wurden zumeist von Rivalen übernommen. Auch landesweit vertretene Banken verloren ihre Eigenständigkeit. So kam die grösste US-Sparkasse Washington Mutual unter dem Dach des Branchenriesen JPMorgan Chase unter, Wachovia ging in Wells Fargo auf./das/DP/tw

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