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BRASÍLIA (awp international) - Brasilien und Deutschland wollen die Nutzung Erneuerbarer Energiequellen vorantreiben. "Das ist ein neues Kapitel, das wir gemeinsam öffnen", sagte Brasiliens Staatschefin Dilma Rousseff nach einem Treffen mit Bundespräsident Christian Wulff am Donnerstag in Brasília. Sie warb für einen grösseren Einsatz von Biokraftstoffen auch in Europa. Die seit Anfang des Jahres amtierende Präsidentin sprach auch eine Einladung an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aus, die zuletzt im Mai 2008 in Brasilien war.
In dem grössten südamerikanischen Land ist Ethanol an den Tankstellen schon lange Alltag. Der Biosprit wird aus Zuckerrohr und nicht wie etwa in den USA aus Mais gewonnen. Es gebe deshalb keine negativen Auswirkungen auf die Nahrungsmittelproduktion, betonte Rousseff. Die Präsidentin teilte mit, dass Brasilien 2012 bei der weltgrössten Computermesse, der CeBit in Hannover, Schwerpunktland sein werde. Ein entsprechendes Angebot habe man angenommen.
Wulff zeigte sich nach dem Treffen beeindruckt von den "sehr zielgerichteten Vorstellungen" Rousseffs über die künftige Kooperation. Die inzwischen wichtige Rolle Brasiliens in der Welt sei auch das "Ergebnis des erfolgreichen Verknüpfens von Demokratie und Marktwirtschaft", betonte er in seiner Tischrede beim Mittagessen. "Es ist der Wunsch Deutschlands, gemeinsam mit ihrem Land in den Vereinten Nationen mehr Verantwortung für Frieden und eine gerechte Entwicklung zu übernehmen."
Brasilien ist Deutschlands wichtigster Handelspartner in Lateinamerika. Deutschland rangiert für Brasilien auf Platz vier der wichtigsten Handelspartner. 2010 stieg das Handelsvolumen nach brasilianischen Angaben um 25 Prozent auf 20,6 Milliarden US-Dollar.
Über die Atompolitik wurde öffentlich nicht gesprochen. Brasilien hat nur zwei Atomkraftwerke bei Rio de Janeiro, will aber dort ein drittes bauen. Dafür hatte Deutschland Exportbürgerschaften in Aussicht gestellt, die aber nach der Atomkatastrophe in Japan in die Kritik gerieten. Brasilien deckt mehr als 80 Prozent seines Strombedarfes aus Wasserkraft.
Politisch eint beide Länder die Forderung nach einer Reform der Vereinten Nationen. Sowohl Brasília als auch Berlin pochen auf einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Brasilien ist nach Mexiko und Costa Rica die dritte und letzte Station von Wulffs rund einwöchiger Lateinamerika-Reise. Er wollte noch am Donnerstag weiter nach São Paulo und am Samstag zum Abschluss nach Rio de Janeiro fliegen./raf/hr/DP/tw

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