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POLITIK/EZB verteidigt Sonderbehandlung Griechenlands

Dieser Inhalt wurde am 06. Mai 2010 - 15:37 publiziert

LISSABON (awp international) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre beispiellose Sonderbehandlung des hoch verschuldeten Griechenland verteidigt. "Wir kennen das griechische Sparpaket sehr gut und wir halten es für angemessen. Dieser Beurteilung bleiben wir mit unserer Entscheidung treu", sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet am Donnerstag in Lissabon. Zudem habe die Notenbank auch den Euro-Ländern empfohlen, ihr 80 Milliarden Euro schweres Hilfspaket für Athen auf den Weg zu bringen.
Entgegen früherer Aussagen von Trichet hatte die Notenbank am Montag eine "Lex Griechenland" angekündigt. Demnach akzeptiert sie ab sofort griechische Staatspapiere als Pfand für frisches Bargeld selbst dann, wenn Ratingagenturen diese als drittklassig bewerten.
Mit der Massnahme wollen Europas Währungshüter verhindern, dass sich griechische Geschäftsbanken bei möglichen weiteren Abwertungen durch Ratingagenturen nicht mehr über die EZB refinanzieren können. Das hätte zum Kollaps griechischer Banken führen können.
Die Gefahr, dass die bei der EZB als Pfand eingereichten Papiere wertlos werden könnten, und damit die Steuerzahler den Verlust tragen müssten, sieht Trichet nicht: "Wir sind überzeugt, dass Griechenland nicht pleitegehen wird."/hqs/DP/js

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