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BAGDAD (awp international) - Auch im Irak eskalieren Proteste. Bei landesweiten Demonstrationen gegen Korruption und Arbeitslosigkeit wurden am Freitag mindestens neun Menschen getötet. In mehreren Städten hätten Wachmannschaften auf Demonstranten geschossen, die Regierungsgebäude stürmen wollten, verlautete aus Sicherheitskreisen. In der nördlichen Stadt Mossul wurden dabei fünf Demonstranten getötet. In der Stadt Falludscha setzten aufgebrachte Menschen ein Behördengebäude in Brand.
Tausende Menschen demonstrierten in der südlichen Stadt Basra gegen den Gouverneur Scheltak Abbud, der nach einigen Stunden seinen Rücktritt erklären musste, wie die Agentur Al-Sumaria News berichtete. Die Demonstranten hatten ihm Korruption vorgeworfen. Auf dem Tahrir-Platz im Zentrum von Bagdad demonstrierten am Freitag mehrere tausend Menschen. Sie forderten soziale Reformen und mehr Arbeitsplätze.
Initiatoren der Proteste hatten zu einer "Revolution des irakischen Zorns" aufgerufen. Religiöse und politische Führer im Irak hatten am Vortag verlangt, auf die Demonstration zu verzichten. Bei einem Treffen mit Stammesführern in der irakischen Hafenstadt Basra warnte Ministerpräsident Nuri al-Maliki, Anhänger von Ex-Diktator Saddam Hussein steckten hinter den Protesten.
Auch der im Irak residierende Grossajatollah Ali al-Sistani hatte am Vortag Zurückhaltung gefordert. Am Freitag erklärte er dann: "Wir sind mit den berechtigten Forderungen der Menschen und ihrem Recht, diesen friedlich Ausdruck zu geben."
Unterdessen kritisierten Menschenrechtler, die Regierung habe Angriffe von Schlägertrupps auf friedliche Demonstranten erlaubt. Die Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen verurteilte zudem Einschränkungen der Berichterstattung über die Proteste in Bagdad./str/cn/DP/alg

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